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Bürgermeister-Kandidaten attackieren sich jetzt

Facebook-Kommentar und offene Briefe in Isenbüttel Bürgermeister-Kandidaten attackieren sich jetzt

Die politische Schlacht tobt: In Isenbüttel geht es um den Posten eines Gemeindedirektors und damit verbunden die Frage, wer nächsten Montag zum Bürgermeister gewählt wird: Peter Zimmermann (SPD) oder Andreas Rösler (CDU). Beide gingen gestern mit offenen Briefen in die Offensive.

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Bürgermeisterwahl in Isenbüttel: Die Kandidaten Peter Zimmermann und Andreas Rösler gehen in die Offensive.

Quelle: Archiv

Isenbüttel. Auslöser war ein Kommentar Zimmermanns in einer - nicht von ihm initiierten - Facebook-Diskussion seiner Anhänger: „Kampflos bekommt diesen herrlichen Ort keiner von mir! Und wenn, dann stirbt er einen langsamen, qualvollen fünfjährigen politischen Tod!“ Rösler reagiert emotional: „Meine drei Kinder (4, 6 und 8 Jahre) fragten mich darauf hin, ob Peter mich wirklich töten will und ob sie auch Angst haben müssen!“ „Du hast in meiner Stellungnahme bei Facebook offenbar das Wort ,politischen‘ überlesen“, antwortet Zimmermann. „Das war eine Metapher, von der ich hoffte, sie wäre nicht fehl zu interpretieren.“ Sei seine Formulierung missverständlich gewesen, „tut mir das wirklich leid“.

Rösler erwähnt in seinem offenen Brief das Gespräch zwischen CDU und SPD, in dem „nur eine Verachtung über Herrn Rautenbach und eine Geringschätzung der IWG kam“. „In den Gesprächen habe ich meine menschliche Enttäuschung gegenüber Klaus Rautenbach und nichts gegen seine hervorragende Stellvertreterrolle gesagt“, kontert Zimmermann, auch sei die IWG nicht von ihm geringgeschätzt worden. Sein Vorschlag zur Regierungsbildung sei gewesen, dass er Bürgermeister bleibt, die CDU den 1. Stellvertreter stellt und Grüne und IWG je einen gleichberechtigten 2. Stellvertreter.

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Isenbütteler Schlammschlacht

ein Kommentar von Christina Rudert

Und da wundert sich noch jemand über Politikverdrossenheit? Was gerade in Isenbüttel passiert, ist eine Schlammschlacht, deren Schläge immer weiter unter die Gürtellinie rutschen.

Klar, nach jeder Wahl gibt es Gespräche, um Mehrheiten für die Wahl des Bürgermeisters und die Ratsarbeit zu finden. Auch klar, mit acht von 19 Sitzen ist die SPD auf einen Partner angewiesen. Genauso wie die CDU mit ihren fünf Sitzen, von Grünen und IWG mit jeweils drei Sitzen ganz zu schweigen.

Auch wenn die Stimmen- und Sitzverteilung dafür spricht, dass die meisten Wähler Peter Zimmermann als Bürgermeister behalten wollen, ist es in einer Demokratie durchaus erlaubt, andere Mehrheiten zu suchen. Aber der Ton macht die Musik.

Es ist schon ausgesprochen merkwürdig, wenn erst nach der Wahl aus heiterem Himmel das Thema Gemeindedirektor auf den Tisch kommt, beantragt vom damaligen 1. stellvertretenden Bürgermeister Klaus Rautenbach, der keinen Hehl daraus macht, diesen Posten auch gerne bekleiden zu wollen. Nach außen entsteht der Eindruck: Weil die alte Ratsmehrheit diesem Wunsch nicht nachkam, werden neue Mehrheiten gesucht, die diesen Wunsch erfüllen und als Gegenleistung Unterstützung für ihren eigenen Bürgermeisterkandidaten bekommen.

So kann man auch dazu beitragen, dass Politik schon auf der untersten Ebene, wo sie am dichtesten am Bürger dran ist, an Glaubwürdigkeit verliert.

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