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Isenbüttel Brutale Attacke in Isenbüttel: 23-Jähriger muss ins Gefängnis
Gifhorn Isenbüttel Brutale Attacke in Isenbüttel: 23-Jähriger muss ins Gefängnis
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14:03 16.04.2019
Folgenschwere Gewalttat in Isenbüttel: Das Landgericht verurteilte den 23-Jährigen zu einer Haftstrafe. Quelle: BETTINA REESE
Isenbüttel/Hildesheim

Die Kammer unter Vorsitz der Richterin Karin Brönstrup hält es für erwiesen, dass der Angeklagte mit zwei Unbekannten sein 30-jähriges Opfer im letzten Juni in Isenbüttel schwer misshandelt hat (AZberichtete). „Der letzte Tritt war besonders brutal – da blieb sogar der Abdruck der Schuhsohle im Gesicht sichtbar. Das ist echt der Hammer“, sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.

Spuren der Schuhsohle im Gesicht

Dieses Vorgehen wertete die Kammer gegen den Angeklagten, auch wegen der psychischen Folgen für das Opfer. Sie rechnete dem 23-Jährigen aber positiv an, dass er gleich zu Prozessbeginn ein Teilgeständnis ablegte. Auch die Zahlung von 500 Euro an das Opfer wirkte sich positiv auf das Urteil aus.

Der schwere Raub war nicht nachvollziehbar

Anders als die Staatsanwältin, die vier Jahre und sechs Monate Freiheitsstrafe gefordert hatte, erkannte die Kammer nicht auf schweren, sondern auf einfachen Raub. „Sie haben Glück, dass wir nicht mit Sicherheit feststellen konnten, welche Rolle ein Messer bei der Tat gespielt hat“, sagte die Richterin. Ansonsten wäre die Strafe deutlich höher ausgefallen.

Weder Opfer noch Angeklagten schenkte das Gericht volles Vertrauen

Die Kammer schenkte sowohl der Tatversion des Angeklagten als auch des Opfers nicht unbedingt Glauben. „Man fährt nicht auf einen entlegenen Parkplatz, um sich die Füße zu vertreten, sondern um Drogengeschäfte in Ruhe abwickeln zu können“, sagte die Richterin.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Einen Zahlungsanspruch an den 30-Jährigen wegen eines illegalen Drogengeschäfts habe der Angeklagte auch nicht gehabt. Nach seiner Version wollte er nur sein Geld zurückhaben, da angeblich die von ihm gekauften Drogen keine gute Qualität gehabt hätten. „Sie haben versucht, das Gesetz der Straße mit Gewalt durchzusetzen. Aber auch für Sie gibt es keinen rechtsfreien Raum“, so Karin Brönstrup weiter. Seit rund sieben Monaten sitzt der Mann bereits in Haft. „Wenn Sie sich ordentlich führen, ist ein Ende absehbar“, gab die Richterin dem Angeklagten mit auf den Weg. Jetzt kann er innerhalb von sieben Tagen Revision gegen dieses Urteil einlegen.

Von Bettina Reese

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