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Ärger um eine Bushaltestelle

Wasbüttel Ärger um eine Bushaltestelle

Wasbüttel. Sie hält den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle Baumkampsweg West in Wasbüttel für pure Steuerverschwendung. Ja, Lisa Wallmann wohnt direkt an der Bushaltestelle und würde sich freuen, wenn diese ganz verschwinden würde, „aber ich verstehe auch den Sinn dieses Umbaus nicht“.

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Sie hält den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle Baumkampsweg für Steuerverschwendung: Lisa Wallmann liegt im Clinch mit der Gemeinde.

Quelle: Christina Rudert

Wo die Bushaltestelle jetzt ist, ist kein Platz für einen Gelenkbus. Deshalb soll sie ein Stück weiter in Richtung Ortsmitte verlegt werden, quasi direkt vor Wallmanns Haustür, und mit Kasseler Hochborden barrierefrei ausgebaut werden. Den Förderantrag ans Land hat die Gemeinde bereits gestellt, die Zusage soll auf dem Weg sein. Falsch eingesetzte Fördermittel, meint Lisa Wallmann - „und Fördermittel sind auch nichts anderes als Steuergelder“. Aus ihrer Sicht könnte die Bushaltestelle ersatzlos gestrichen werden, „sie wird selten genutzt“. Das hat sie schriftlich: In einem Brief des Landkreises heißt es, es gebe „keine überdurchschnittliche Nutzung“. „Nach Schätzungen der VLG stehen morgens nur drei Schulkinder hier“, berichtet Lisa Wallmann, und jemanden mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl habe sie auch noch nie in den Bus steigen sehen. Die Argumentation, dass Bewohner aus dem Neubaugebiet Heidkamp die Bushaltestelle mal nutzen, zieht für sie nicht: „Wir haben auch noch die Haltestelle Calberlaher Straße, die nicht weiter weg ist.“ Stattdessen würden jetzt auch noch drei Parkplätze vernichtet, „die bei Beerdigungen genutzt werden“. Abgewendet hat sie den Plan der Gemeinde, ein Buswartehäuschen zu bauen direkt an der Einmündung der kleinen Stichstraße, über die Wallmanns und ihre Nachbarn ihre Garagen erreichen. „Das hätte direkt im Sichtdreieck gestanden, das im Bebauungsplan eingezeichnet ist“, zeigt sie Unterlagen.

Gemeinde arbeitet an Konzept

Laut Personenbeförderungsgesetz sind die Gemeinden gehalten, die Bushaltestellen bis zum Jahr 2022 barrierefrei umzubauen. Das Land bezuschusst den Umbau mit 75 Prozent. „Da wird sicher keiner in Regress genommen, wenn nicht alle Haltestellen rechtzeitig fertig sind, aber die Gemeinden müssen darauf hin arbeiten“, sagt Wasbüttels Bürgermeister Lothar Lau.

In dem Zusammenhang hat die Gemeinde die Bushaltestelle Wasbüttel Kreuzung bereits umgebaut, dieses Jahr ist Baumkampsweg West dran, die Bushaltestelle Calberlaher Straße soll voraussichtlich 2018 folgen.

Ob die Haltestelle Wasbüttel Schule bestehen bleibt, ist noch nicht geklärt. „Der Plan ist, sie nach Rücksprache mit VLG und Landkreis komplett aufzulösen“, sagt Lau. Grund dafür ist, dass die großen Busse, auch Gelenkbusse, von der Haltestelle in den Birkenweg abbiegen und dann durch die Rosenstraße zurück zur Hauptstraße fahren. „Dafür sind die kleinen Straßen nicht belastbar genug, und häufig sind sie auch noch zugeparkt.“ Stattdessen könnte die Endhaltestelle der Linie 105 an den Neubau am Kastanienhof – dort sind seniorengerechte Wohungen geplant – verlegt werden. „Dort würden wir einen Fahrradunterstand für Park and Ride bauen.“

Damit die Busse drehen können, müsste auf der Grünfläche westlich der Feuerwehr eine Wendeschleife gebaut werden. Und was wird aus den Anwohnern von Schlesierring und Neuenwiese, für die der Weg zur Bushaltestelle dann noch mal 200 Meter länger wäre? „Außerhalb der Schulbuszeiten würden wir gerne für die älteren Bürger eine neue Linie einrichten, die mit kleinen Bussen durch die Schulstraße, den Schlesierring, die Calberlaher Straße und den Baumkampsweg fährt“, sagt Lau.

 tru

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