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3200-Kilometer-Reise mit alten Holzbooten

Allerbüttel 3200-Kilometer-Reise mit alten Holzbooten

Allerbüttel. Was dümpelt denn da zwischen schnittigen Sportbooten im Allerbütteler Yachthafen vor sich hin? Zwei historische Holzboote aus Polen! Deren Crew legt auf dem Weg zum Holzboot-Festival im französischen Orleans einen Zwischenstopp in Allerbüttel ein.

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Zwischenstopp in Allerbüttel: Marek Strzelichowski (v.l.), Henryk Tomczak und Waclaw Witkowksi sind im Nachbau einer Szkuta nach Orleans unterwegs.

Quelle: Ron Niebuhr

Allerbüttel. Mit solchen Booten transportierte man im 16. Jahrhundert Güter auf polnischen Flüssen. Von Krakau nach Danzig brauchten sie auf der Wisla nur neun Tage – „Das waren die Schnellzüge des Wassers“, erzählt Marek Strzelichowski. Der 68-Jährige ist mit Waclaw Witkowski (63) und Henryk Tomczak (63) auf Flüssen und Kanälen von Wielu nach Orleans unterwegs. Gut fünf Monate dauert ihre 3200-Kilometer-Tour.

Witkowksi betreibt eine Holzbaufirma. Häuser, Kirchen und Lagerhallen konstruiert er – und eben auch Boote. „Er ist unglaublich erfahren“, weiß Strzelichowski. Die Szkuta – das größere der beiden Holzboote – hat er 2010 in nur sechs Monaten aus Eichenholz von Hand gefertigt. Das Gerippe des Rumpfes („Spanten“) besteht aus Wurzeln. Nur jeweils die dicksten drei eines Baumes taugen dafür. Der Bau selbst ging flott, die Planung war viel aufwendiger: „Sie hat zwei Jahre gedauert“, sagt Witkowksi.

Szkuta waren früher bis zu 36 Meter lang und sieben Meter breit. Der Nachbau misst nur zwölf mal drei Meter, ist ansonsten aber originalgetreu bis ins kleinste Detail: „Die Schnitzereien am Bug hat eine Kunststudentin angefertigt“, so Witkowksi. Er freut sich schon aufs Festival de Loire in Orleans. „250 Holzschiffe und 700.000 Besucher – es gibt in ganz Europa, vielleicht sogar auf der Welt, nichts Größeres“, sagt Strzelichowski. Am 23. September möchte das Trio Orleans erreichen.

rn

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