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2300 Hennen suchen ein neues Zuhause

Ribbesbüttel 2300 Hennen suchen ein neues Zuhause

Ribbesbüttel. Legehennen sind für die Wirtschaft Massenware. Nach einem Jahr lässt ihre Leistung nach, sie werden entsorgt. Dagegen engagiert sich die Initiative "Rettet das Huhn", die gerade wieder auf Suche nach netten Menschen ist, die zwei oder mehr Hennen aufnehmen.

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Vorher – nachher: Nach einem Jahr Bodenhaltung (kl. Foto) werden Legehennen „entsorgt“. Stefanie Laab (l). und Jenny Breit retten die Tiere und suchen neue Besitzer für sie.

Das ist eine Hausnummer: Für 2300 Hennen - ungefähr - suchen Jennifer Breit und Stefanie Laab ein neues Zuhause. Sonst landet das Geflügel beim Schlachter. Die Initiative „Rettet das Huhn“ holt im Januar 800 braune Hennen aus einer Freilandhaltung in Nordrhein-Westfalen und im März 1500 braune und weiße Hennen aus einer Bodenhaltung in Niedersachsen.

Die Ribbesbüttelerin Jennifer Breit hofft, dass sich etliche Leute melden, die bereits ein paar Hühner haben. „Und wenn uns jemand nur zwei Hennen abnimmt, ist das schon eine enorme Hilfe für uns.“ Einzeln geben die beiden Tierschützerinnen die Hennen nicht ab, weil das Tiere sind, die Artgenossen brauchen. Aber auch nicht mehr als 30 auf einmal. „Die sollen ja nicht von einer Massentierhaltung in die andere kommen.“

Legehennen sind nach einem Jahr verbraucht, die Legeleistung lässt nach, die industrielle Massentierhaltung entsorgt die Tiere. „Die können aber locker noch ein bis drei Jahre leben“, sagt Jennifer Breit. Damit das stressfrei und in kleinen Gruppen möglich ist, suchen Sefanie Laab und sie neue Besitzer. „Für die fällt dann noch das ein oder andere Ei ab, aber für uns steht der Tierschutzgedanke im Vordergrund.“

Die Hennen aus Bodenhaltung sind im wahrsten Sinne gerupfte Hühner, wenn sie die Ställe verlassen. Zu viele auf zu kleinem Raum. „Die Tiere aus Freilufthaltung sind dagegen noch in einem halbwegs guten Zustand.“ Aber auch ihnen sieht man den Dauerstress an. „Als Suppenhuhn sind die viel zu mager.“

INFO

Ribbesbüttel. Wer bereit ist, der Initiative „Rettet das Huhn“ im Januar Hühner abzunehmen, sollte sich bis spätestens Anfang Dezember bei Jennifer Breit melden.

Denn dann organisiert die bundesweite Initiative die Transporte in die einzelnen Bundesländer. Den genauen Termin, wann und wo die vor dem Schlachter geretteten Hennen verteilt werden, erfahren die Abnehmer kurzfristig. „Wir geben die Tiere gegen eine freiwillige Spende ab, um unsere Transportkosten zu decken“, sagt die Ribbesbüttelerin.

Sie ist per Mail an jennifer@rettetdashuhn.de erreichbar, und auf der Homepage www.rettetdashuhn.de stehen weitere Informationen.

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