Hilfsaktion: Rund 400 Kollegen im Gifhorner Teves-Werk haben sich gestern als mögliche Stammzellenspender typisieren lassen. Anlass ist die schwere Erkrankung der Tochter eines Kollegen.
Das Schicksal schlug Ende November zu. Merkwürdige blaue Flecken haben die Familie stutzig werden lassen. Der Hausarzt war auf der richtigen Spur und überwies ins Krankenhaus. Dort dann die traurige Nachricht: Die Siebenjährige leidet an einer Störung des zentralen blutbildenden Systems. „Das reißt einem die Beine weg“, sagt der Vater.
„Körperlich geht es meiner Tochter gut“, berichtet der Meinerser. Doch bis zur Stammzellenspende braucht sie Bluttransfusionen. Mehrmals pro Woche geht‘s in die Medizinische Hochschule Hannover.
Den Teves-Arbeiter baut wieder auf, was er in der Kantine des Gifhorner Werks sieht. Lange Schlangen, die Kollegen wollen sich Blut abnehmen lassen. „Wir mussten weitere Tische aufstellen“, sagt der Vater, der die Typisierung mit Flyern an der Wache, Tafeln in der Kantine und Unterschriftensammlung organisiert hat. „Das ist ein fantastisches Ergebnis.“
Für Rainer Tißler aus Triangel ist der Piekser keine Frage. „Helfen, wo man helfen kann. Ich freue mich, dass so viel Anteilnahme da ist.“ Auch Melanie Krull aus Wahrenholz ließ sich Blut abnehmen. „Das Schicksal hat mich schon gerührt. Ich würde mich freuen, wenn man das für mein Kind auch machen würde.“
rtm