Bestand vorerst gesichert: Rat und Maiglöckchen einigten sich in Bezug auf die Waldoase.
Die Gemeinde plant außerdem den Bau einer Mehrzweckhalle (AZ berichtete, siehe Text unten), der Verein sah den Bestand der Waldoase durch die Halle gefährdet. Jetzt hat sich der Bauausschuss der Gemeinde um Ernst-Adolf von der Ohe eingebracht. Gemeinsam mit dem Vereinsvorstand haben die Gemeindepolitiker in der Waldoase mögliche Pavillon-Standorte in Augenschein genommen.
Fazit: Während der Ratssitzung am Dienstag wurden die Ratsmitglieder über den Standort informiert, auf den sich Bauausschuss und Verein geeinigt hatten. Das Ratsrund nahm den Vorschlag positiv auf. Bürgermeister Friedhelm Dierks signalisierte, den Pavillon mit Helfern aufzustellen, und zwar bis Mai, wenn es beispielsweise das Wetter zulasse. Von der Ohe regte an, über die Einrichtung einer Tempo-30-Zone zum Schutz der Kinder, die die Waldoase nutzen, nachzudenken.
Der Matschbereich, der weichen muss, wenn die geplante Mehrzweckhalle gebaut wird (AZ berichtete, siehe auch Text unten), soll vorerst nicht verlegt werden. Erst soll abgewartet werden, wann die Halle gebaut werden soll. Maren Schulze, Vorsitzende der Maiglöckchen, freute sich über die Initiative des Bauausschusses. „Toll, wenn da jetzt Bewegung rein kommt“, sagte sie auf AZ-Anfrage.
ba
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Vorbereitet sein, falls Fördermittel fließen
Bau der geplanten Mehrzweckhalle in Groß Oesingen vorerst auf Eis – Antrag liegt öffentlich aus
Auch wenn die Nachbarschaft von Waldoase und geplanter Mehrzweckhalle gesichert ist, könnte es bis zum ersten Spatenstich für die Halle noch dauern.Für 2010 gibt es keine Fördermittel mehr, die sind aber Voraussetzung für den Bau, rund 75.000 Euro soll es aus öffentlichen Töpfen geben. „Wir werden trotzdem alles vorbereiten und einen Bauantrag stellen. Vielleicht fließen im Herbst Mittel zurück in den Topf, weil Projekte günstiger geworden sind, dann wollen wir zugreifen können“, erklärte Bürgermeister Friedhelm Dierks während der jüngsten Gemeinderatssitzung. Noch bis 15. März liegt der Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes laut Dierks aus. Bürger können bei der Gemeinde daher noch Argumente gegen die Halle einbringen. Diese würden in den Antrag aufgenommen. Dierks sieht das Projekt nach wie vor als Bereicherung für den Ort an. „Die Halle wird keine Heizung haben und soll keine Konkurrenz für unsere heimischen Wirte darstellen. Aber es ermöglicht uns, das Schützenfest künftig ohne Zelt zu feiern, was die Kosten halbieren wird. Dadurch könnten auch Groß Oesinger Gastronomen wieder Festwirt werden, denen das bisher zu teuer gewesen ist“, sagte der Bürgermeister.
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