„Gifhorns Stadthalle ist auf einem guten Weg.“ Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Manfred Birth will durch eine „flexiblere Preisgestaltung“ noch mehr Vereine und Verbände für die Halle interessieren. Eine dauerhafte Anhebung des jährlichen Defizitausgleichs von 500.000 auf 670.000 Euro schließt Birth nicht mehr aus.
Stadthalle: „Flexiblere Preisgestaltung“.
„Die SPD hat einen Antrag gestellt, den Defizitausgleich anzuheben, interfraktionell und im Aufsichtsrat wurde inzwischen darüber beraten“, sagt der Verwaltungschef.
Der im Jahr 2004 geschätzte Verlustausgleich von 500.000 Euro – weitere 131.000 Euro seien in diesem Jahr notwendig, um auszugleichen, 170.000 Euro könnten es 2010 sein – sei nicht mehr zeitgemäß, steht für Birth fest. Erhebliche Steigerungen bei Energie- und Personalkosten müssten aufgefangen werden, erklärt der Aufsichtsrats-Vorsitzende. Die im Finanzausschuss kritisierten 25.000 Euro für Rückstellungen (AZ berichtete) seien keinesfalls Mittel, „die sich die Stadthallen-Geschäftsführung auf kaltem Weg beschaffen will“. Es handele sich um Sicherungskosten, die von einem Wirtschaftsprüfer eingefordert worden seien, ärgert sich Birth über „einige schlecht informierte Ratsmitglieder“.
„Ein positiver Abo- und Kartenverkauf, angemessene Preis- und Programmgestaltung und eine spürbare Image-Verbesserung“: Birth bescheinigt Stadthallen-Manager Wolfgang Stein einen guten Job. „Weil wir alle Zahlen offen und ehrlich auf den Tisch legen, werden wir verprügelt“, wünscht sich der Verwaltungschef eine positivere Begleitung der Stadthallen-Arbeit durch den Rat. Die meisten Mandatsträger übten Kritik, würden Veranstaltungen jedoch nicht besuchen.
ust
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