30.000 Euro veruntreut: Der ehemalige Kassierer eines privaten Sparclubs der Gifhorner Bürgerschützen wurde jetzt von der Hildesheimer Staatsanwaltschaft angeklagt.
„Die Anklage wegen Untreue in 72 Fällen wurde am 5. Dezember erhoben“, sagt Oberstaatsanwalt Bernd Seemann, Sprecher der Hildesheimer Staatsanwaltschaft. Im Zeitraum vom 15. Juni 2010 bis zum 17. Juni 2011 soll der 53-Jährige das Geld aus den Sparfächern entnommen haben. Die 30.000 Euro hat er vermutlich für eigene Zwecke verwendet. „Die Einzelbeträge, um die es geht, liegen zwischen 185 und 2075 Euro“, erklärt Seemann.
Beweismittel für das Verfahren seien die Aussagen von 71 Geschädigten sowie mehrere Urkunden, erläutert der Oberstaatsanwalt. Alle Zeugen müssen vermutlich nicht gehört werden, denn der 53-Jährige sei geständig.
„Für alle Geschädigten wurde inzwischen eine Sicherungshypothek im Grundbuch erreicht“, erläutert Rechtsanwalt Thomas Böker, der mehr als 50 der geprellten Sparer zivilrechtlich vertritt. Das notarielle Schuldanerkenntnis habe der 53-Jährige, der inzwischen aus dem BSK ausgetreten sein soll, freiwillig unterschrieben.
Ob und wann die geschädigten Sparer ihr Geld zurück bekommen, stünde jedoch noch nicht fest. „Das hängt davon ab, ob das Haus zu einem angemessen Preis verkauft wird“, so der Gifhorner Jurist.
ust