Stürze auf vereisten Geh- und Radwegen: In den Krankenhäusern in Gifhorn und Wittingen wurden in diesem Winter bereits 200 Knochenbrüche operiert.
„Allein vergangenen Sonntag hatten wir acht Brüche, die operiert werden mussten“, berichtet Grausam. „Die ambulanten Patienten zählen wir gar nicht mehr.“
Klassiker seien Unterarm-, Handgelenk-, Unterschenkel-, Sprunggelenk- und Oberarmbrüche, doch es gab auch 31 Brüche an Becken und Wirbelsäulen. „Das ist eine Menge.“ Grausam rechnet mit noch mehr Patienten, deshalb will er am Wochenende eine „Sonderschicht“ und einen Extra-Operationssaal einrichten.
„Die Sturzverletzungen bescheren uns eine Menge Arbeit“, sagt auch Horst Beck, Chef der Rettungsleitstelle. Mehrmals täglich lotsen seine Leute Rettungswagen zu Sturz-Unfallorten.
Wer Schnee und Eis auf dem Gehweg nicht entfernt, muss zahlen. Das Ordnungsamt schaut genauer hin. „Unsere Kolleginnen sind unterwegs, wir werden jedoch auch tätig, wenn wir Hinweise erhalten“, so stellvertretende Leiterin Elke Rohrbeck.
Auch strafrechtliche Folgen sind möglich, wenn der Gehweg nicht geräumt ist. Polizeisprecher Thomas Reuter: „Stellt ein Geschädigter bei uns eine Anzeige, erfolgen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung.“
rtm/ust
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