Alltagsbegleiter: 13 neue Kräfte erhielten gestern ihre Zertifikate im Betreuten Wohnen in Isenbüttel.
Zuvor absolvierten die neuen Alltagsbegleiter eine Ausbildung von 1000 Stunden. „Eine Hälfte davon in Praktika, die andere Hälfte unter fachlicher Anleitung in einem Lehrgang“, erklärte Inge Schomacker, Regionalleiterin des verantwortlichen Bildungsträgers. Den Lehrgang der 13 neuen Kräfte leitete Marina Bischoff. „Die Alltagsbegleiter lernen den Alltag dementer Menschen zu strukturieren“, erklärte sie.
„Was für uns selbstverständlich ist, fällt dementen Menschen mit zunehmender Erkrankung immer schwerer“, betonte Bischoff. Das gehe schon beim Frühstücken los, das manche ohne Unterstützung einfach vergessen oder nicht mehr alleine schaffen.
Unter den neuen Alltagsbegleitern sind nicht nur Frauen, wie man es noch aus den vorangegangenen Kursen der noch recht neuen Ausbildung kannte – unter ihnen sind auch drei Männer. „Etwas ganz besonderes“, befand der stellvertretende DRK-Kreisgeschäftsführer Sandro Pietrantoni. Und er betonte: „Sie geben viel, aber sie bekommen das Doppelte von den dementen Menschen zurück.“
Die sieben Monate dauernde Qualifizierung hat sich für die 13 neuen Alltagsbegleiter gelohnt: Elf von ihnen haben bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche.