Kein Zaun, keine Eintrittsgelder: Die Privatisierung des Tankumsees ist vom Tisch – die Zukunft des Naherholungsgebietes bleibt aber ungewiss.
Die Zukunft des Naherholungsgebietes bleibt jedoch fraglich – zumindest die zwischenzeitlich erwogene Privatisierung scheint nun vom Tisch zu sein. Das bestätigte Landrätin Marion Lau gestern im AZ-Gespräch.
„Zurzeit findet keine Suche nach einem privaten Investor statt“, sagte Lau – konkretere Angaben zur Zukunft des Sees wollte sie nicht machen. Als Mehrheitseigner muss sich der Landkreis jedoch überlegen, wie es mit dem Naherholungsgebiet weitergehen soll: Mehr als zwei Millionen Euro haben Kreis sowie Samtgemeinde und Gemeinde Isenbüttel seit Gründung der Tankumsee-Gesellschaft im Jahr 1970 bereits für Investitionen und Verlustausgleich hineingebuttert – und das Geschäftsjahr 2008 schloss mit einem weiteren Minus von fast 75.000 Euro ab.
Erweitert und modernisiert sollte der See künftig mehr Besucher anlocken – so stand es in einem Strategiepapier des Kreises, das im vergangenen Oktober durch die AZ an die Öffentlichkeit gekommen ist. Vor allem zahlende Gäste sollten der Schlüssel zum Erfolg sein, Verluste so der Vergangenheit angehören. Der angepeilte Investitionsaufwand hätte jedoch die finanziellen Möglichkeiten von Tankumsee-Gesellschaft und Landkreis bei weitem überschritten – ein privater Investor sollte her. Mit der Absage an die Privatisierung sind nun wohl auch Einzäunung und Eintrittsgelder vom Tisch. „Davon war aber sowieso nie die Rede“, sagt Lau heute.