Von November 2010 bis Oktober 2011 soll der Arbeitslose in 24 Fällen Marihuana-Mengen zwischen 1,6 und fünf Gramm an einen früheren Freund (21) verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zudem vor, von Juni bis November 2011 insgesamt 23 Mal mit Amphetaminen und „Gras“ gedealt zu haben.
„Die Vorwürfe, die in der Anklage stehen, sind falsch“, erklärte der Pflichtverteidiger des Wesendorfers. Sein Mandant habe zwar seit dem zwölften Lebensjahr Cannabisprodukte konsumiert, sie aber nie weiter verkauft. Der 24-Jährige sei von zwei drogenabhängigen Bekannten belastet worden, weil diese sich als Kronzeugen der Polizei in einem eigenen Verfahren ein milderes Urteil erhofften.
In der gestrigen Verhandlung spielte auch eine Baseball-Schläger-Attacke auf den 24-Jährigen, die sich am 7. November 2011 ereignet haben soll, eine Rolle. Fünf seiner Bekannten, darunter auch der 21-Jährige Belastungszeuge, hätten den Angeklagten an einer Wesendorfer Bushaltestelle abgepasst. Von einem Mann der Gruppe sei der 24-Jährige mit der Baseballkeule verletzt worden, so ein Zeuge (21).
ust