Zwielichtige Mitglieder-Werbung: ASB-Werber behaupteten in Ehra, eine neue Mitgliedschaft helfe, die Rettungswache Ehra zu erhalten. Die betreibt aber gar nicht der ASB.
„Ich habe von mehreren Leute gehört, dass sie vor diesem Hintergrund dem ASB beigetreten sind“, sagte Eric Haerting von der Rettungswache. Dass Werber für den ASB neue Mitglieder suchten, sei völlig in Ordnung, so Haerting. Aber die Voraussetzungen müssen stimmen.
„Das ist frech“, findet eine Betroffene aus Ehra. Sie und ihr Mann sind in den ASB eintreten, weil auch sie irgendwann den Rettungsdienst benötigen könnten. „Wir wollten spenden, aber die Werber haben gesagt, das geht nicht.“ Deshalb unterschrieben sie einen Vertrag über einen Monatsbeitrag von 2,50 Euro pro Person.
„Dann kam mir das aber irgendwie komisch vor“, so die Frau. Sie erkundigte sich bei der Rettungswache, die nach wie vor von den Haertings betrieben wird. „Wir haben sofort gekündigt.“
Und der ASB entschuldigt sich bei den Betroffenen. „Sollten die Vorwürfe zutreffen, möchten wir uns davon ausdrücklich distanzieren“, sagte Gisela Graw vom ASB-Bundesverband. Die Werbeaktion sei sofort unterbrochen worden, die Mitarbeiter würden nachgeschult.
Unter der kostenfreien Rufnummer 0800-2722255 könnten Betroffene die Mitgliedschaft sofort unbürokratisch kündigen, teilte Gisela Graw mit.