Faszinierendes Konzert in St. Nicolai: percussion-posaune-leipzig zog das Publikum mit Klassik, Jazz und Zeitgenössischem in seinen Bann.
1992 haben sie sich zusammengefunden und verbinden in ihren Programmen heute Musikstücke von Klassik über Jazz bis zur Moderne. Als „gar liebliche Melodeien“ kündigte Joachim Gelsdorf das faszinierende Zusammenspiel von drei Posaunen und Percussion an.
Seit gut 800 Jahren hat die Bläsermusik eine feste Tradition in Leipzig, wo die Stadtoberen im 15. Jahrhundert erkannten, dass fest angestellte Musiker nur nützen könnten. Und so nahm die Bläsertradition einen großen Einfluss auf die Musikentwicklung Leipzigs.
Virtuos und technisch brillant gab es einen Querschnitt des Könnens der vier Musiker zu hören, mit Kompositionen von Bach, Bizet und Beethoven bis zu dem zeitgenössischen Komponisten Hans-Peter Preu. Besonders beeindruckend waren hierbei die Soli von Percussionist Wolfgang Dix. Sein bewundernswertes Rhythmusgefühl an Instrumenten wie chinesischem Gong, Schlitztrommel oder Klangschalen zeigte sich sehr eindringlich an der Monade „Schiff mit Flügeln“.
Auch das Publikum wurde einbezogen mit kleineren Rhythmusinstrumenten, was gemeinsam mit den Musikern einen stimmungsvollen, mitreißenden Sound ergab. Gelsdorf selbst gab zwischen den musikalischen Darbietungen einen Überblick über die Leipziger Bläsergeschichte, gewürzt mit Anekdoten aus dem Musiker-Leben. Wünschenswert gewesen wäre ein zahlreicheres Publikum für dieses besondere Konzert.
sdo