Kfz-Werkstätten haben viel zu tun: Der extreme Dauerfrost macht derzeit vor allem vielen Starterbatterien arg zu schaffen.
Aber nicht nur das: „Es ist echt extrem, das Wetter haut richtig rein“, so Brandes. Es sorgt sogar dafür, das Motoren kaputt gehen, weil gefrierendes Kondenswasser Öl-Rücklaufkanäle verstopft, die Schmierung abreißt und Kurbel- oder Nockenwellenschäden verursacht.
In Brandes‘ Ein-Mann-Betrieb geht ein Arbeitstag zur Zeit schon mal bis 23 Uhr, weil so viel zu tun ist. Aber auch im VW-Autohaus Kühl werden Überstunden geschoben: „Wir haben vier Schlepper im Einsatz, kommen aber trotzdem nicht hinterher“, weiß Serviceleiter Alexander Klein, „bei uns herrscht Ausnahmezustand.“
Die Fahrzeuge seien nicht vorbereitet auf den starken Frost: Wischwasser-Behälter platzen, weil nicht genug Konzentrat eingefüllt wurde; Batterien entladen sich – oder, wenn sie schon schwach waren, geben sie den Geist komplett auf.
„Wir haben viele Probleme mit Dieseln, der Kraftstoff flockt aus“, berichtet Günter Schinkel vom Opel-Autohaus Strauß in Meinersen. Wenn das passiert, hilft nur noch, den Wagen in einer Halle oder Garage „aufzutauen“: „Erst dann kann man verflüssigende Additive zugeben“, so Schinkel.
jr