Lageplan: Die schraffierte Fläche zeigt den Stall der geplanten Anlage nordöstlich der bebauten Ortslage von Meinersen.
Hans-Jürgen Kaps, Sprecher der neu gegründeten Bürgerinitiative rief zur Beteiligung an einer Unterschriftensammlung auf und wollte beispielsweise wissen, ob sich der Kreis wirklich über das Votum der Einwohner hinwegsetze. „Das sind keine Mehrheitsentscheidungen. Wenn die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden, muss das Projekt genehmigt werden“, so Antje Präger vom Kreis-Umweltamt.
Rolf Hoyer, Sprecher der BI gegen eine Hühnerfarm bei Dalldorf, erklärte, dass insbesondere in Meinersen Südwest die Grundstückswerte stark fielen, wenn beide Hühnerfarmen realisiert würden. Andere Bürger befürchteten Schädigungen des Grundwassers durch Ammoniak aus dem Hühnerkot. Ein Raunen ging durch die Menge, als Investor Heinz-Robert Köhler ausführte, er werde den anfallenden Mist auf eigenen Äckern ausbringen und an Berufskollegen weitergeben, wenn die Menge zu groß sei. Andere befürchteten, dass die Anlage später noch erweitert werde – was Köhler allerdings verneinte.
Schließlich erklärte Gemeindedirektor Eckehard Montzka, dass Köhler zu einem Flächentausch bereit sei, wenn sein Projekt an einem günstigeren Standort realisiert werden könne und ein Eigentümer zum Tausch bereit sei. Eine geeignete andere Fläche besitze er selbst nämlich nicht, so Köhler.
fed