IWG fordert genaue Abrechnung – Bürgermeister warnt vor Aufwand
Isenbüttel (rn). Kräftigen Wirbel gab es am Donnerstagabend im Isenbütteler Gemeinderat. Die IWG wollte zunächst die Jahresrechnung für 2008 nicht annehmen und sogar gegen die Entlastung von Bürgermeister Peter Zimmermann für das Haushaltsjahr 2008 stimmen. Der Vorwurf der IWG: Mangelnde Transparenz bei den Kosten der Laubentsorgung!
Laubentsorgung: Die Gemeinde Isenbüttel übernimmt die lästige und kostspielige Pflicht für ihre Bürger.
Doch der Reihe nach: Die Gemeinde Isenbüttel entsorgt für ihre Bürger im Herbst anfallendes Laub. Sie stellt dafür Sammelsäcke zur Verfügung. „Wir möchten, dass ortsbildprägende Bäume erhalten bleiben“, sagte Klaus Rautenbach (SPD). Und weil es keine Baumschutzsatzung gebe, sei die Laubentsorgung eine gute Alternative.
Gegen die Sammelaktion an sich hat auch die IWG nichts einzuwenden, wohl aber gegen die Abrechnung: „Die Kosten sollen genau aufgeschlüsselt werden“, forderte Margret Nywelt. Nur dann könne man günstigere Alternativen finden. So lange die Verwaltung die Kostenabrechnung nicht vorlege, trage die IWG die Jahresrechnung und Entlastung nicht mit, sagte sie.
Klaus Rautenbach verdeutlichte die Tragweite: Die Laubentsorgung sei „ein winziger Teil des Haushalts“, dem Bürgermeister die Entlastung zu verweigern „ein starkes Stück“. Zimmermann selbst erläuterte den Aufwand einer detaillierten Kostenrechnung: „Wir müssten Fremdkräfte hinzuziehen. Es ist fraglich, ob es uns das wert ist.“ Letztlich enthielt sich die IWG nur der Stimme bei der Annahme der Jahresrechnung und der Entlastung des Bürgermeisters.
Kommentare
Streit um Laubentsorgung Rocker – 23.11.09
Und noch eins wurde im Rat beschlossen: Sobald die Eingemeindung des Tankumsees vollzogen ist, erhalten auch die dortigen Anwohner kostenlose laubsäcke.Mittlerweile nur noch eine Lachnummer, wie immer wieder versucht wird, die Tankumsee-Anwohner für dumm zu verkaufen.
Kostenlose Laubsäcke soll es erst nach der Eingemeindung geben. Da diese seitens des Isenbütteler Gemeinderates aber nicht erwünscht ist und in absehbarer Zeit auch nicht erfolgen wird, hat man damit auch das Problem der Laubsäcke elegant erledigt.
Für was wird eigentlich die seit Jahrzehnten gezahlte Grundsteuer der Seebewohner verwendet?
Die Anwohner leben zwar im Wald, aber nicht auf den Bäumen.
Treten Sie ab, Bürgermeister Zimmermann, man glaubt Ihnen nicht mehr!
Aber es gibt ja auch noch Gemeindewahlen.
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