Asyl-Demo in Gifhorn: Knapp 100 Demonstranten forderten die Schließung der Gemeinschaftsunterkunft in Meinersen.
Aufgrund ihrer Perspektivlosigkeit und der bedrückenden Verhältnisse im Meinerser Flüchtlingswohnheim hätten die Bewohner selbst die Initiative ergriffen und „sich an uns gewandt,“ erläuterte Sigmar Wallbrecht vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat Hintergründe zur Demo. Beginnend am Gifhorner Bahnhof zogen die knapp 100 Teilnehmer – so die Schätzung der Polizei – die Braunschweiger Straße entlang durch die Fußgängerzone, Xanthi- und Konrad-Adenauer-Straße zur Abschlusskundgebung am Gifhorner Schloss.
„Wir sind seit 13 Jahren in Deutschland. Unsere vier Kinder wurden hier geboren, wachsen hier auf und wir leben im Flüchtlingswohnheim in zwei Zimmern“, schilderte der Syrer Abdal Ali stellvertretend für andere Mitbewohner die Situation seiner Familie. Sein Ziel: „Hoffnung und Perspektiven für die Kinder“.
„Abschiebestopp“, „Bargeld statt Gutscheine“ oder „Unsere Heimat ist Deutschland“, war auf den Plakaten zu lesen, die Kinder und Erwachsene während der Demo trugen. Genauso skandierten sie: „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“. Jetzt sei der Landkreis gefordert, aktiv zu werden, so Wallbrecht nach der Demo. Mit Blick auf die Situation der Flüchtlinge signalisierte er, bei Landrätin Marion Lau „nachzuhaken“.
hik