Gegen 20 Uhr wurde die Leitstelle der Polizei über eine schwer verletzte Person im Bereich der Hauptstraße informiert. Kurze Zeit später waren die Beamten am Ort des Geschehens und trafen dort auf den bereits durch Rettungssanitäter versorgten 49-jährigen Gifhorner. Der Mann teilte den Polizisten gegenüber mit, von mindestens zwei Tätern überfallen worden zu sein. Aufgrund der vermeintlich schweren Verletzungen wurde der 49-Jährige in die Holwede-Klinik nach Braunschweig gebracht.
Den Beamten gelang es, in unmittelbarer Nähe des Ortes des Geschehens fünf stark alkoholisierte Personen, drei Männer und zwei Frauen im Alter von 31 bis 47 Jahren, zu ermitteln, die alle angaben, das Opfer vor seiner Wohnung verletzt aufgefunden zu haben.
Bei einer ersten Suche wurden jedoch in der nahe gelegenen Wohnung einer der angetroffenen Personen, einer 47-jährigen Frau, Blutspuren festgestellt. Daraufhin wurden alle fünf Personen zur Polizeidienststelle nach Gifhorn gebracht und dort der Kriminalpolizei übergeben.
Nach ersten Feststellungen und durchgeführten Spurenauswertungen erhärtete sich der Verdacht, dass sich das Tatgeschehen in der Wohnung des Opfers abgespielt haben dürfte. Die Beschuldigten räumten dann im Laufe ihrer Vernehmungen auch ein, aufgrund eines Streites mit dem 49-Jährigen, diesen gemeinschaftlich mit einer Bratpfanne sowie Fäusten und Füßen traktiert zu haben.
Der 49-Jährige befindet sich nach weiterführenden Untersuchungen entgegen erster Befürchtungen außer Lebensgefahr und erlitt einen Nebenhöhlenbruch, Platzwunden im Gesicht sowie schwere Prellungen.
Alle Beschuldigten wurden nach ihren polizeilichen Vernehmungen noch im Laufe der Nacht entlassen.