Wesendorfer Eltern befürchten schlechtere Qualität des Unterrichts
Wesendorf (ba). Mit Fackeln und Plakaten demonstrierten gestern Abend Eltern und Kinder an der Grundschule in Wesendorf gegen die Änderung der Schulform. Die Landesregierung hat die Umwandlung der Vollen Halbtagsschule in eine Verlässliche Grundschule beschlossen. Das aber wollen die Eltern nicht (AZ berichtete).
Sie sehen in der Umwandlung die Gefahr, dass die Qualität des Unterrichts verschlechtert wird. Denn es sollen Lehrerstunden wegfallen. Dafür sollen zwar pädagogische Mitarbeiter eingestellt werden, aber: „Dann werden unsere Kinder nicht mehr unterrichtet, sondern nur noch betreut“, erklärt Schulelternratsvorsitzende Nadine Wilhelm.
Gemeinsam mit dem restlichen Wesendorfer Schulelternrat hat Wilhelm die Demo organisiert. Unter den Demonstranten waren auch Eltern aus Hankensbüttel und Wittingen. „Mit der Demo wollen wir klar machen, dass wir die Umwandlung nicht wollen“, so Wilhelm.
Anja Fischer aus Hankensbüttel forderte die Eltern auf, das am 13. November gestartete landesweite Volksbegehren gegen die Umwandlung der Grundschulen zu unterstützen, denn nicht nur Wesendorf, Hankensbüttel und Wittingen sind betroffen. Unterschriftenlisten lagen dazu aus.
Enttäuscht zeigten sich die Eltern von den Politikern. „Wir haben die Landtagsabgeordneten per E-Mail eingeladen, aber es gab keine Reaktion“, sagte Wilhelm.
Auch von der Wesendorfer Verwaltung war kein Vertreter vor Ort. Bürgermeister Siegfried Weiß hatte sich wegen einer Sitzung entschuldigen lassen und den Eltern versichert, hinter ihnen zu stehen.
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