Überfall im Jahr 2000: Gab‘s jetzt Schüsse um die Beute?
„Wir unterstützen die Ermittler der Celler Polizei bei ihrer Arbeit“, bestätigt Gifhorns Kripo-Chef Jürgen Schmidt eine Anfrage der Aller-Zeitung. „Als Motiv für die Schüsse kann ein Streit um die Beute angenommen werden“, sagt Schmidt. 446.000 Mark wurden bei dem Überfall auf die Volksbank Süd am 29. Dezember 2000 erbeutet. „Mehr als 300.000 Mark der Beute sind bisher nicht wieder aufgetaucht“, erklärt der Erste Kriminalhauptkommissar.
Mindestens vier Schüsse sollen am Gründonnerstag in einer Wohnung im Celler Immenweg abgefeuert worden sein. Ein Schuss soll einen 45-jährigen Spätaussiedler, der früher in Gifhorn gelebt hat, in die rechte Brustseite getroffen haben. Durch drei Schüsse soll der 36-Jährige – er galt damals als Kopf der Bankräuber-Bande – in den Bauch getroffen worden sein. Er schwebt nach der Schießerei in akuter Lebensgefahr.
Nach dem Überfall auf die Volksbank-Süd flohen die Bankräuber bis nach Weißrussland, wo sie Zielfahnder der Braunschweiger Polizei aufspürten und durch ein Sonderkommando der weißrussischen Polizei festnehmen ließen. Im September 2001 wurden die drei Täter vom Landgericht Hildesheim zu Haftstrafen zwischen sieben und neun Jahren verurteilt.
Ob der dritte Bankräuber ebenfalls an der Schießerei in Celle beteiltigt war, ist unklar. Anwohner haben beobachtet, dass kurz nach den Schüssen eine schwarze Limousine mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort davon gerast ist.
ust