„Eine lobenswerte Reaktion“: Jörg und Leslie Radons, mit ihren Söhnen Joris (2) und Tjorven, freuen sich über Hilfe der Gifhorner Polizei auf dem Weg zum Kreißsaal.
Um 22.30 Uhr stoppten Polizeihauptkommissar Rüdiger Sendel und sein Kollege Polizeikommissar Rüdiger Budde in Calberlah den Wagen der Radons‘. „Wir haben eine ganz normale Verkehrskontrolle gemacht“, berichtet Sendel. Als der Wagen stoppte, ging das Fenster runter, und der Fahrer rief ihnen zu, auf dem Weg in den Kreißsaal zu sein.
„Man konnte erkennen, dass die Frau hochschwanger war“, sagt Sendel. Für ihn ein klarer Fall, den Wagen sofort weiter fahren zu lassen. „Wäre es erforderlich gewesen, wären die Kollegen als Eskorte mit Blaulicht vorweg gefahren“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. Doch die Straßen waren um diese Zeit frei.
„Es war ja dunkel, und man kann ja viel erzählen, um sich vor einer Kontrolle zu drücken“, sagt Leslie Radons, warum sie die Reaktion der Beamten des Meiner Kommissariats so bemerkenswert findet. Sie und ihr Mann Jörg haben sich deshalb bei der Polizei für die unbürokratische Hilfe bedankt.
„Ich habe um 18 Uhr Wehen bekommen“, erzählt Leslie Radons von jenem Abend. Gegen 22 Uhr habe man sich auf den Weg ins Gifhorner Klinikum gemacht – sie, ihr Mann Jörg und Sohn Joris (2). Um 9.39 Uhr kam Sohn Tjorven zur Welt, der am Freitag drauf mit dem Baby-Notarztwagen ins neue Klinikum umzog. Alles in allem eine erlebnisreiche Geburt.
Die beiden Beamten hätten jedenfalls lobenswert reagiert, dankten Radons‘ jetzt der Polizei. Darüber freut sich Sendel: „Das hört man gern.“
rtm