Wirbel in Wesendorf: Zur endgültigen Bestattung der Urne, die eine fünfjährige Odyssee hinter sich hat, musste sogar die Polizei kommen.
Vor der endgültig ewigen Ruhe gab es Sturm. Dreharbeiten für einen 18-minütigen Beitrag, der Ende August in der ersten RTL-„Extra“-Sendung nach der Sommerpause laufen soll, sorgten für Wirbel. Reporter Burkard Kress, der den Skandal aufgedeckt hat, war mit einem Kameramann in Wesendorf, um die Bestattung der echten Urne und die Exhumierung der an ihrer Stelle begrabenen zu dokumentieren. Das passte nicht allen.
Nachträglich gerufene Polizei, Rücksprachen mit Ermittlungsbehörden in Celle: Die würdige Bestattung in kleiner Runde wurde ein zweistündiger Akt. Der Bestatter hatte zuvor juristisch klären lassen, ob er im Beisein einer Kamera exhumieren darf. Den Gegenstand aus dem Grab – eine Überurne aus Kupfer – nahm eine Mitarbeiterin der Samtgemeinde entgegen, um sie am Montag der Staatsanwaltschaft Celle zu übergeben.
„Das muss ich erst einmal verdauen“, sagte Klaus K. nach der Bestattung sichtlich mitgenommen. Er kritisierte nochmal ein seit drei Monaten sich hinschleppendes Verfahren der Ermittlungsbehörden. Eine im Krematorium Celle vertauschte Urne: „Ich will, dass die Schuldigen dafür gerade stehen.“
rtm