Und inzwischen wird es wirklich knapp. Zum 29. Februar müssen die Fördermittel an die Telekom ausgezahlt werden (siehe Text unten). Die aber vermittelt mit ihrem Verhalten den Eindruck, die Probleme aussitzen zu wollen, bis die Fördermittel geflossen sind und Gras über die Sache gewachsen ist.
Erst hatte das Unternehmen seit November Bürger und Kommunen mit ständig anderslautenden Aussagen zu Technik und Verfügbarkeit von DSL verärgert. Vor allem Wagenhoff fühlt sich abgehängt.
Jetzt werden offensichtlich das Land Niedersachsen als Fördermittelgeber und die Kommunen mit angeblichen Kontrollmessungen hingehalten. Die sollten Anfang Februar erfolgt sein, die Telekom verkündete, die Messwerte seien in Ordnung. Die Auswertung sollte zum 10. Februar vorliegen.
„Wir haben aber bis heute noch keine Zahlen gesehen“, schimpft Wesendorfs Bauamtsleiter René Weber.
Das Land hatte auf AZ-Anfrage zwar verkündet, die Ergebnisse überprüfen zu wollen – wann und wie konnte aber aus dem zuständigen Ministerium bisher nicht beantwortet werden. Und eine Überprüfung – vielleicht – nicht vorhandener Messdaten dürfte nur schwerlich möglich sein – zumal es ohnehin nur einen engen zeitlichen Rahmen gibt.
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Die Fördermittel für den DSL-Ausbau im Nordkreis müssen zum 29. Februar ausgezahlt werden. Ansonsten verfallen sie.
„Die Landesmittel können nicht einfach zurückgehalten werden, bis alle Probleme behoben sind. Wenn die Telekom klagen und wider Erwarten Recht bekommen würde, müssten die Kommunen selbst das Geld aufbringen“, so Wesendorfs Bauamtsleiter René Weber.
Im Sommer 2011 hätte das Geld eigentlich bereits ausgezahlt werden müssen. Wegen der ständigen Probleme hatte es aber sechs Monate Fristverlängerung für die Telekom gegeben.
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Vertreter der Kommunen im Nordkreis, bei denen es einen DSL-Ausbau geben sollte, treffen sich am Donnerstag in Hankensbüttel, um über die weitere Handhabung zu sprechen. Geklärt werden muss beispielsweise, wie zum 29. Februar mit den Fördermitteln zu verfahren ist. Die Telekom ist zu diesem Treffen eingeladen.
Aber ob sie kommen wird, ist unklar. „Es ist nicht das erste Mal, dass eine Gesprächsrunde zum DSL-Ausbau nicht stattfindet oder kein Ergebnis bringt, weil die Telekom trotz Einladung keinen Vertreter schickt“, erklärt Wesendorfs Bauamtsleiter René Weber.