Kampf gegen den Flughafenausbau: 84 Teilnehmer zeigten gestern bei der 200. Demonstration in Waggum Flagge für ihr Ziel.
Tagtäglich seit 200 Tagen ziehen die Bürger los, um ein Zeichen zu setzen gegen den Flughafenausbau. Ralf Beyer, Sprecher der Bürgerinitiative Waggum, sagte: „Es sind bereits 28 Hektar Wald gefällt worden, weitere 30 Hektar sind bedroht. Wir wollen mit unseren Demonstrationen die Verantwortlichen zum Nachdenken bringen.“ Hinzu komme der Erhalt der Grasseler Straße. „Die Menschen sollen keine Umwege fahren müssen“, forderte Beyer.
Peter Rosenbaum, Ratsherr der Bürgerinitiative Braunschweig, nannte neben dem Naturschutz einen weiteren Grund für den Stopp des Flughafenausbaus: „Allein die Stadt Braunschweig muss einen Defizitbetrag von einer Million Euro dafür zahlen“, sagte er. Rosenbaum erwartet, dass das Thema Flughafen eine entscheidende Rolle bei den Kommunalwahlen spielen wird. Betroffen seien zehn bis zwölf Ortschaften, die Menschen dort müssten sonst wegziehen.
Rosenbaum lobte zudem das Engagement in Waggum bei den täglichen Demonstrationen. Allein gestern zogen 84 Bürger los.
cn
Kommentare
Rechenkünstler Mike – 03.08.10
Mit 0,5% hat JimmyJoe noch zu gunsten der Startbahngegner aufgerundet.Martins Statement ist schon lustig! Mensch Martin - starte doch mal in Braunschweig eine Umfrage.
Du wirst überrascht sein, wie viele Mitbürger für die Startbahnverlängerung stimmen würden.
Ja soviel Resonanz Martin – 01.08.10
Der Rückschluss, dass lediglich 0,5% sich für den Erhalt von Naturschutzgebieten und die straßenverkehrstechnische Anbindung aktiv einsetzen und somit 99,5% der Bevölkerung für den Flghafenausbau sind, ist einfach nur polemisch. Ich habe nicht gezählt, aber grob geschätzt dürften es noch nich einmal 50 Personen sein, die sich akiv für den Flghafenausbau einsetzen - nämlich Herr Winterkorn, Herr Hoffmann, Herr Schnellecke und ihre Gehilfen.Doch soviel Resonanz? JimmyJoe – 30.07.10
Doch ganze 86 Demonstranten? Du meine Güte, knapp ein 1/2 Prozent aller BraunschweigerInnen protestiert! Und die restlichen 99,5 Prozent? Auf Grund der umfangreichen Berichterstattung und dem "Wissen" was dort geschieht, scheint hier wirklich nur ein verschwindent geringer Personenkreis "dagegen" zu sein. Also kann es nur lauten: "Pro" Flughafenausbau, Schaffung neuer Arbeitsplätze, Stärkung des Forschungsstandortes, Schaffung neuer Steuereinnahmen,... geht es VW gut, geht es dem Land und Städten gut. Manchmal muss die Minderheit zu Gunsten der Mehrheit "zurück stecken"... .Populismus Rüdiger – 26.07.10
Wahlkampf pur! Ein Versuch die Menschen mit maßlosen Übertreibungenzu verängstigen und das Ganze für seinen persönlichen Wahlkampf zu nutzen. Das Märchen von der Entvölkerung der angrenzenden Ortschaften glaubt doch keiner.
Auch das Versprechen "nach der Kommunalwahl gebe es einen Rückbau der Flughafenerweiterung" stammt aus dem Reich der Fabeln. Die Argumente die für einen Ausbau sprechen, werden komplett ausgeblendet.
Wahlen Ursula – 26.07.10
Unglaublich, mit welchen einfachen Versprechungen sich Menschen vor den Wahlkarren eines Politikers spannen lassenTipp Bernd Sternkiker – 26.07.10
Dieser Tipp ist falsch.Es handelt sich um einen Plan vom
Februar 2006 und genau dieser Plan
ist im Mai 2009 beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg
durchgefallen. Die Straßenführung
müsste überdacht werden.
Über dieses Überdenken ist man bis
dato nicht hinausgekommen.
Konkret es gibt noch Umfahrungskonzept, trotzdem wird die
Grasseler Str. noch in diesem Jahr
gekappt.
- - – 26.07.10
nur mal zum tipp erst den Bauplan anschauen dann beschwerden.http://www.flughafen-braunschweig.de/Ausbau/Ausbauplanung.pdf
wenn Sie denn Plan studiert hätten würde ihnen auffallen das die straße nicht gekappt wird sie wird um die verlängerung geführt.
Demonstration auch für den Erhalt der Grasseler Straße Dieter Behr – 26.07.10
Genau das ist in der Tat auch eines unserer Ziele, dass Vermeiden einer Kappung der L293. Erst wenn diese Verbindung wegfallen sollte, werden die Bürger im Norden spüren, was dies wirklich für sie bedeutet. Dafür lassen wir uns auch gern mal von einigen als Spinner beschimpfen. Und solange noch die Möglichkeit gegen die Kappung und den Erhalt des alten, wertvollen Baumbestandes zu kämpfen, werden wir weiter unsere täglichen Waldspaziergänge halten.