Das Wetter ist beinahe egal: Die Eichhörnchen-Gruppe aus der Kindertagesstätte im Wald geht bei Schnee und Regen zum Kneippen nach draußen.
Das härtet ab: „Unser Krankenstand ist nahezu Null“, berichtet Susanne Taeger. Kaum Erkältungen, keine Grippewelle. Die Gruppenleiterin hat eine spezielle Zusatzqualifikation zur Kneipperzieherin absolviert (AZ berichtete). Und dazu gehören eben auch die Wasseranwendungen – Wechselbäder für Arme und Beine in den großen Wasserwannen, Wassertreten in der Kleinen Aller im Sommer, Wassergüsse und Barfuß-Spaziergänge durch den Schnee im Winter.„Wenn die Schulkinder uns sehen, staunen sie immer Bauklötze, und auch die Krippenkinder drücken sich am Fenster die Nasen platt“, lacht Susanne Taeger.
Die Eltern mussten unterschreiben, dass ihre Kinder mitmachen dürfen. „Inzwischen machen einige von ihnen selber mit“: Susanne Taeger hat nach den Weihnachtsferien von einigen Kindern erfahren, dass diese morgens mit ihren Eltern erstmal barfuß durch den Garten gerannt waren. „Und manche Großeltern erinnern sich an eigene Kneipp-Erfahrungen.“
Mütze auf, Schal um, dicke Jacke an – aber die Hosen bis übers Knie hoch gekrempelt und ohne Socken: So geht‘s in den Schnee, in die Pfützen, auf den Rasen. Hinterher rubbeln sich die Kinder mit Bürsten die Füße nicht nur sauber, sondern auch warm. „Und die Voitzer Strickfrauen haben jedem Kind ein paar dicke Wollsocken gestrickt.“
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