Wirbel um die Vereinskasse: ASV-Chef Horst Wechsel (Mitte) berichtete den Mitgliedern von der Veruntreuung.
Ende 2011 beauftragte Wechsel seinen Vereinsfreund Dieter Werner, der bis Februar 2010 Kassenwart im ASV war, Kasse und Sparbücher als Vorbereitung zur Kassenprüfung einzusehen. Das sei Werner von der Kassenwartin „unter fadenscheinigen Gründen immer wieder verweigert worden“, so Wechsel. Am 2. Januar 2012 „präsentierte sie uns ein völlig neues Sparbuch mit nur einem Eintrag.“
Der habe ein Guthaben von 20.318,77 Euro ausgewiesen. Er sei handschriftlich um ein Jahr zurückdatiert gewesen auf den 2. Januar 2011. Die Kassenwartin habe laut Wechsel erklärt, dass das alte Sparbuch von der Bank einbehalten wurde, und sich beim Datum im neuen Buch ein Sachbearbeiter vertan und seinen Fehler handschriftlich korrigiert habe.
Ein Termin bei der Bank brachte Klarheit: Das alte Sparbuch war teils mit Filzstift geschwärzt, aus der Barkasse des Vereins waren 17.100 Euro aufs Sparbuch umgebucht worden – und zwar am 2. Januar 2012. Werner rekonstruierte alle Kontobewegungen in mühevoller Kleinarbeit. Einschließlich entgangener Zinsen fehlten 22.214,92 Euro.
Die Kassenwartin habe am 11. Januar 10.155,05 Euro zurückgezahlt, am 30. Januar ihren Rücktritt erklärt – und ihre Schuld anerkannt: „Sie hat das Geld ohne Wissen des Vorstandes für private Zwecke verbraucht“, berichtet Wechsel. Die Polizei ermittelt.
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