„Bäume haben das Ortsbild geprägt“: Johannes Bruns maß an den gefällten Eichen einen Stammdurchmesser von bis zu 70 Zentimetern.
Die Gemeinde beruft sich auf die Verkehrssicherungspflicht. Die etwa 800 Quadratmeter große Fläche an der Ecke Reiherweg/Am Kiebitzmoor wurde zwar nie mit Spielgeräten bebaut, ist jedoch im Bebauungsplan als Spielplatz ausgewiesen und verwildert gewesen.
„Die Bäume ragten auf die Nachbargrundstücke und mussten gefällt werden“, sagte Bürgermeisterin Ines Kielhorn am Mittwoch im Umweltausschuss. Außerdem hätten Bürger auf der Fläche illegal Gartenabfälle entsorgt. Die Kommune hofft, dass sich die Müllentsorger auf der Lichtung beobachtet fühlen und es unterlassen, Abfälle abzukippen.
„Die Bäume an der Grundstücksgrenze sollten ebenfalls weggenommen werden, dass haben wir aber nach dem Aufschrei der Bürger gestoppt“, so Kielhorn. Anwohner Johannes Bruns nahm Maß und ermittelte bei den gefällten Bäumen Stammdurchmesser von bis zu 70 Zentimetern. „Diese Eichen prägen das Ortsbild schon seit langem und sind einige der letzten alten Bäume in der Ortschaft“, kritisiert der Meiner.
Martin Pahl schlug vor: „Es wäre gut, wenn sich die Ausschussmitglieder angucken, was noch gemacht werden soll.“ Das hätte schon längst passieren sollen, meinte Ratsherr Hans-Jürgen Harms, der die Broistedter Eichen gestern in Augenschein nahm. „Das gehört sich so. Diese Eichen stehen schließlich schon 150 Jahre und mehr.“
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