Absage: Kreis und Stadt sind gegen die geplante Israel-Mühle. Der Standort liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet.
„Wrobel hat die Kreisverwaltung im Januar in einem Brief über sein Vorhaben und die Planungen informiert“, erläutert Präger. In diesem Schreiben habe er Stadt und Kreis auch um finanzielle Unterstützung für das Projekt gebeten.
„Eine Bezuschussung lässt die schwierige Finanzlage des Kreises nicht zu, zudem ist der Mühlenbau an dieser Stelle absolut unmöglich“, so Präger. Zwar liege der von Wrobel favorisierte Standort – er ist in städtischem Eigentum – nicht im Überschwemmungsgebiet, dafür jedoch im Landschaftsschutzgebiet Barnbruch-Allerkanal. „Nur für äußerst privilegierte Vorhaben sind dort Ausnahmegenehmigungen zulässig“, klärt Präger auf.
Zudem befinde sich direkt gegenüber das Museumsgelände: „Ein Baugebiet, das extra für die Errichtung von Mühlen ausgewiesen ist.“ Die Absage-Schreiben von Stadt- und Kreisverwaltung hätten den gleichen Tenor.
Der Verwaltungsausschuss der Stadt hatte sich auf seiner Sitzung Anfang März gegen das Projekt ausgesprochen – auch städtebauliche Aspekte führte die Politik dabei ins Feld.
ust
Kommentare
erinnern wir uns Sehender – 10.03.10
Vor nicht allzulangen Jahren war auch das Gebiet des jetzigen "Mühlenmuseums" Landschaftsschutzgebiet! Nun stehen dort nicht nur Mühlen und anderer Kram - sondern es wird dort sogar gewohnt. Möge die Gerechtigkeit diesmal siegen und es wirklich bei der Ablehnung bleiben.