Immer mehr Betreuungsangebote: Die Zahl der Krippen und Tagespflegeplätze für Kinder unter drei Jahren steigt.
Inzwischen hat er die Hälfte des Solls erreicht, das 2013 vorgeschrieben sein wird. Damit liegt Gifhorn über dem westdeutschen Durchschnitt.
2006 gab es im Kreis Gifhorn drei Krippengruppen mit 44 Plätzen, heute sind es 31 Gruppen mit 452 Plätzen. 133 Tagespflegepersonen versorgen inzwischen weitere 310 Kinder. „Wir sind weiter, als wir 2006 geplant haben“, sagt Hartmut Gils von der Kreisverwaltung.
„Das ist ein gutes Ergebnis, trotzdem gibt es noch viel zu tun.“ Denn für 1400 bis 1500 Kinder müssen ab 2013 Plätze bereit stehen, um das Soll zu erfüllen. Gils: „35-prozentige Versorgung der unter Dreijährigen ist dann Bundesvorgabe.“ Ein Rechtsanspruch, den Eltern einklagen könnten.
Zurzeit habe sich der Landkreis von weniger als zwei Prozent in 2006 auf eine Versorgungsquote von 17 Prozent heraufgearbeitet. „Das ist eine Steigerung von 900 Prozent. Das hätten wir so nicht erwartet“, sagt Dezerntin Ingrid Alsleben.
Zumindest unter den Kreisen in den alten Ländern rage Gifhorn damit heraus, West-Durchschnitt sei 15 Prozent. In Ostdeutschland dagegen liege die Quote bei rund 50 Prozent, die gesamtdeutsche sei 20 Prozent.
rtm