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Gifhorn Stadt Zwei Männer (21 und 23 Jahre) verurteilt
Gifhorn Gifhorn Stadt Zwei Männer (21 und 23 Jahre) verurteilt
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20:00 30.10.2018
Schlimme Brandserie: Bei Famila steckte das Duo Anfang Februar ein Auto an – nun gab’s vor Gericht die Strafe. Quelle: Cagla Canidar Archiv
Gifhorn

Dabei entstand laut Staatsanwaltschaft Schaden von fast 20.000 Euro. Den Entschluss für die Brandstiftungen und Sachbeschädigungen – auch Scheiben der Flutmulden-Turnhalle und des Jobcenters wurden mittels Golfbällen und Steinen zertrümmert – hätten der Krankenpfleger-Azubi und der gelernte Tischler gemeinsam gefasst, so die Hildesheimer Staatsanwältin. Zuvor habe das Duo Alkohol getrunken und Joints geraucht, so die Anklägerin, die insgesamt elf Straftaten auflistete.

Seit ein paar Monaten clean

Die Brände seien mit Grillanzündern gelegt worden. Besonders schlimm: Ein angezündeter Renault auf dem Famila-Parkplatz an der Braunschweiger Straße brannte dabei vollständig aus. Ein im Anglerweg geparkter Ford wurde durch Flammen schwer beschädigt.

„Die Anklage stimmt, es tut mir leid – wir haben beide gemeinsam den Mist gemacht“, legte der 23-Jährige gleich zu Beginn der Verhandlung ein umfassendes Geständnis ab. Der Auszubildende räumte ein, dass er früher Drogen wie Cannabis und LSD konsumiert habe. „Ich bin jedoch seit ein paar Monaten clean“, versicherte er dem Richter. Nun bemühe er sich um eine ambulante Therapie. Auch die Tatsache, dass er am Tatabend eine Luftpistole mitgeführt hat, stritt der 23-Jährige nicht ab. Die Waffe sei jedoch Eigentum des 21-Jährigen gewesen.

Geldauflage und gemeinnützige Arbeit

Über seinen Verteidiger ließ der 21-Jährige im Anschluss eine Erklärung abgeben, in der er die Serie der Brandstiftungen und Sachbeschädigungen einräumte. Der gelernte Tischler, der seit dem 16. Lebensjahr Drogen und später auch Antidepressiva konsumiert hat, befindet sich seit August in einer stationären Therapie.

Als Bewährungsauflage muss der 23-Jährige eine Geldauflage von 850 Euro zahlen. Der 21-Jährige, der ohne Einkommen ist, muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Jetzt kommen noch Zivilprozesse

„So etwas wird nie wieder vorkommen“, versicherte der 23-Jährige in seinem Schlusswort dem Richter und der Staatsanwältin. Komplett ausgestanden ist die Angelegenheit für das Duo vermutlich noch nicht. „Die Geschädigten werden in Zivilprozessen auf Wiedergutmachung des entstandenen Schadens drängen“, gab der Richter am Prozessende zu bedenken.

Von Uwe Stadtlich

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