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Gifhorn Stadt Zu Beginn fehlt noch etwas Schwung
Gifhorn Gifhorn Stadt Zu Beginn fehlt noch etwas Schwung
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14:25 07.04.2014
In der Stadthalle: Mit schönen Stimmen überzeugten die Akteure in der Mozart-Oper „Figaros Hochzeit“ das Publikum. Quelle: Photowerk (mpu)

Bereits während der Ouvertüre öffnete sich der Vorhang und die einzelnen Figuren des Verwechslungsspiels um Liebe und Intrige erzählten pantomimisch die Vorgeschichte und weisen auf die Charaktere und ihre Bedeutung im Spiel hin. Überhaupt konzentrierte sich die Regie stark auf das Handeln, Mimiken und Gestiken der Figuren. Emotionen und Absichten der Figuren wurden so deutlich herausgearbeitet. Einzig in der Gartenszene im letzten Akt wirkten die Personen mit halb maskierten Gesichtern und bewegungslos am Rand stehend irritierend statisch.

Das Bühnenbild blieb karg und funktionell: Im Halbrund aufgestellte Leinwände mit zarter mediterraner Malerei grenzten den Raum ein und bildeten sowohl die Gemächer des Schlosses mit Ein- und Ausgängen als auch den Garten.

Das sehr junge Ensemble zeichnete sich durch eine ansteckende Spielfreude und durchweg schöne Stimmen aus. Viel Applaus gab es für Bariton Joel Urch und Sarah Cossaboons Susanna. Cornelia Schmid als Gräfin Almaviva konnte sogar verdiente Bravo-Rufe ergattern.

Die Kölner Symphoniker schienen sich zunächst warm spielen zu müssen - einige Einsätze misslangen und die Bläser wirkten zu Beginn übereifrig. Aber dann gewann die Vorstellung immer mehr an Schwung und zog die Zuschauer hinein in eine rasant-quirlige und unterhaltsame, lebensfrohe Verwechslungskomödie.

sdo