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Gifhorn Stadt Zivi-Nachfolger: Freiwillige fehlen
Gifhorn Gifhorn Stadt Zivi-Nachfolger: Freiwillige fehlen
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23:10 28.07.2011
Wichtige Aufgaben im Sozialen: Der Bundesfreiwilligendienst ist längst kein Ersatz für den Zivildienst.
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Bewohner zu Arzt oder Einkauf fahren: Das war nur eine von vielen wichtigen Aufgaben der Zivildienstleistenden. Seit Wegfall dieser Stellen organisiert die Diakonie in Kästorf um: mehr Leute aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr, für die Fahrdienste Hilfskräfte einstellen. Der Bundesfreiwilligendienst jedenfalls sei kein Ersatz für Zivis, sagt Personalleiter Reiner Wellner. „Uns werden nicht gerade die Türen eingerannt.“

„Wir könnten 20 Stellen besetzen“, sagt Wellner. Drei Verträge stünden, mit fünf bis sechs weiteren Bewerbern verhandele man. Doch: „Zivildienst war eine Pflichtveranstaltung, das Engagement war sicher.“ Freiwillige überlegten es sich oft noch. „Plötzlich gibt es morgen schon eine Alternative.“

Die 52 Kreisverbände des Roten Kreuzes in Niedersachsen können auf drei Bewerber zurückgreifen, sagt Sabine Radke vom Gifhorner DRK. „Es läuft eigentlich gar nicht.“ Dabei brauche das DRK die Leute. „Der Fachkräftemangel schlägt voll durch.“

Mit Heimbewohnern spazieren gehen und spielen: Wichtige Aufgaben, die das Pflegepersonal nicht erledigen kann und bislang von Zivildienstleistenden und Ehrenamtlichen übernommen wurden. „Wir suchen jetzt mehr Ehrenamtliche.“

Noch sei das Gifhorner DRK damit gut aufgestellt, doch wer früher eine Stunde ehrenamtlich beim Spiele-Nachmittag tätig war, sei es nun zwei bis drei. Der Freiwilligendienst wäre eine Hilfe, so Radke. Doch: „Es wird nicht dafür geworben. Draußen weiß keiner, was er ist und dass es ihn gibt.“

rtm

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