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Gifhorn Stadt Zahl der Bauernhöfe sinkt rasant
Gifhorn Gifhorn Stadt Zahl der Bauernhöfe sinkt rasant
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06:01 25.05.2018
Es gab viel zu besprechen: Der Strukturwandel war Thema beim Landvolk-Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg. Quelle: Cagla Canidar
Landkreis Gifhorn

Auf der Kreisverbandsversammlung, die am Mittwochabend im Morada-Hotel Isetal stattfand, zogen Geschäftsführer Klaus-Dieter Böse und Vorsitzender Joachim Zeidler Bilanz.

Gab es 2005 im Landkreis Gifhorn noch 1106 landwirtschaftliche Betriebe, waren es Ende 2016 nur noch 822 – ein Minus von 26 Prozent. In Wolfsburg ging die Zahl der Betriebe im gleichen Zeitraum von 132 auf 88 zurück (minus 33 Prozent).

Betriebsgröße steigt um 34 Prozent

Die Betriebsgröße in Hektar stieg im Kreisgebiet jedoch von 70 auf 94 (plus 34 Prozent) und in Wolfsburg sogar von 68 auf 95 (plus 40 Prozent). Laut Böse ging die Landvolk-Mitgliederzahl von 2005 auf 2016 um 13 Prozent zurück – von 2213 auf 1915.

Weitere interessante Zahlen aus dem Bericht des Geschäftsführers: 480 Betriebe mit Viehhaltung gibt es im Landkreis Gifhorn, 48 in Wolfsburg. Zudem betreut der Kreisverband 34 Öko-Landbau-Betriebe im Landkreis und einen weitere Öko-Landbaubetrieb in Wolfsburg.

Wolf gefährdet Weidetierhaltung

„Wir vom Landvolkverband im Kreis und im Land werden auch in Zukunft sehr gefordert sein“, stellte in seiner Rede Vorsitzender Joachim Zeidler fest. So gefährde der Wolf die Weidetierhaltung, übte Zeidler Kritik. Durch das Verbot für Neonicotinoide sei die grüne Pfirsichblattlaus kaum noch bekämpfbar. Auch auf die Einschränkung beim Einsatz von Glyphosat ging der Landvolk-Vorsitzende in seiner Rede ein.

Das Wetter spielt laut Zeidler 2017 und Anfang 2018 nicht mit. Von Juni bis Ende März hätten wassergesättigte Böden Schwierigkeiten bereitet.

Einsatz von Feldberegnung

Die Bestellung im Herbst habe sich so schwierig gestaltet, Verzögerungen habe es auch bei der Aussaat im Frühjahr gegeben. Der inzwischen trockene und warme Mai erfordere den Einsatz von Feldberegnung.

Prominenter Gast des Abends: Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landvolkes Niedersachsen. Er referierte über aktuelle agrarpolitische Themen.

Von Uwe Stadtlich

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