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Gifhorn Stadt Wrieske: "Damit lassen wir uns nicht abspeisen"
Gifhorn Gifhorn Stadt Wrieske: "Damit lassen wir uns nicht abspeisen"
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23:00 20.11.2012
Sportzentrum Tappenbeck: Sportverein und Kyffhäuser sind enttäuscht vom Wertgutachten und kündigen an, für den Sport im Ort zu kämpfen. Quelle: Photowerk (alb)

„Damit lassen wir uns nicht abspeisen“, sagte Vorsitzender Reinhold Wrieske mit Blick auf das am Montag vorgestellte Wertgutachten für das Sportzentrum (AZ berichtete).

534.000 Euro will der Bund für das Sportzentrum, das der Autobahn weichen muss, zahlen. Ein Neubau kostet aber 2,5 Millionen Euro. „Das ist eine erschütternde Nachricht“, so Wrieske. „Wir waren lange ruhig, aber damit ist jetzt Schluss!“ Er will jetzt den Kyffhäuser-Bundesverband und dessen Justiziar sowie den Landesbeauftragen für Menschen mit Behinderung einschalten. Denn der Verein hat als einziger in Deutschland eine Kleinkaliber-Schießanlage für Sehbehinderte. „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um den Sport zu erhalten“, sagte Wrieske.

Der Sportverein ist schon seit einiger Zeit im Gespräch mit dem Niedersächsischen Fußballverband, war gestern aber nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bernd Mühlnickel, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel sagte, dass er an die Entschädigungsrichtlinien gebunden sei. Er sicherte aber zu, das Wertgutachten bis Ende des Jahres zu überprüfen. Parallel dazu werde die Behörde prüfen, ob es für die Gemeinde andere Wege gibt, an das notwendige Geld zu gelangen. „Auch wir wollen nicht, dass es in Tappenbeck keinen Sport mehr gibt“, sagte Mühlnickel gestern.

Auch die Tappenbecker Politik wird aktiv werden. Am 10. Dezember tagt der Verwaltungsausschuss, Anfang Januar soll es die nächste Ratssitzung geben.

alb