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Wohnwagen-Klau: Angeklagte wollen gestehen

Prozessauftakt am Landgericht Hildesheim Wohnwagen-Klau: Angeklagte wollen gestehen

Ein besonders Geschäftsmodell wird den vier Angeklagten (44, 29, 23 und 30 Jahre) vorgeworfen. Bundesweit sollen sie hochwertige Wohnwagen geklaut haben. Vor dem Landgericht Hildesheim sind sie wegen schweren Bandendiebstahls angeklagt.

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Landgericht Hildesheim: Vier Angeklagte müssen sich seit Dienstag wegen Bandendiebstahls verantworten.
 

Quelle: Bettine Reese

Gifhorn/Hildesheim.  Bereits seit 21. September läuft ein ähnliches Verfahren vor dem Landgericht. Auch dort geht es um den Diebstahl von teuren Wohnwagen. Federführend bei der Ermittlung war die Gifhorner Kripo.

Pikant beim Parallelverfahren: Dort sitzen zwei Brüder des 29-Jährigen aus diesem Verfahren auf der Anklagebank. Staatsanwalt Stefan Gabor ist sich sicher: Die Angeklagten haben sich mit anderen zusammengeschlossen, um Diebstähle zu begehen. Damit sollen sie einen erheblichen Teil ihrs Lebensunterhalts bestritten haben. Der 29-Jährige gilt in dem neuen Verfahren als Kopf der Bande. Er soll die Verkaufsgespräche mit einem Hehler in Belgien geführt haben.

Auch im ersten Verfahren tauchte sein Name als Verkäufer der geklauten Wohnwagen auf. Die vier Angeklagten aus Braunschweig, Hemmingen, Uetze und Wunstorf sollen in der Zeit von März bis Mai 2017 elf Mal auf Diebestour gegangen sein. Jeweils in wechselnden Besetzungen. Nach Objekten sollen sie im Internet recherchiert haben. Nachts zogen sie von Firmengeländen und Privatgrundstücken teure Caravans und brachten sie meist sofort nach Belgien.

Nach einem Diebstahl bei Kiel wurden sie am 15. Mai vorläufig festgenommen. Die Verteidiger regten zu Prozessbeginn ein Verständigungsgespräch an. Sollten die Angeklagten im Sinne der Anklageschrift ein Geständnis ablegen, wurden Mindest- bzw. Höchststrafen mit Kammer und der Staatsanwaltschaft vereinbart. Die Obergrenzen der Strafen betragen für den 44-Jährigen zwei Jahre neun Monate, für den 29-Jährigen sechseinhalb Jahre und für den 23-Jährigen fünfeinhalb Jahre. Nur der 30-Jährige soll mit einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren davonkommen. Am Dienstag wollen die Angeklagten Geständnisse ablegen.
 

Von Bettina Reese

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