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Wird jetzt Halloween zum Feiertag?

Diskussion um Reformationstag Wird jetzt Halloween zum Feiertag?

Spaltet ein neuer Feiertag in Niedersachsen die Gesellschaft? Zumindest sorgt der Reformationstag für Diskussionen. Auch in Gifhorn.

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Martin Wrasmann

Gifhorn. „Einen evangelischen Feiertag fände ich jetzt auch mal nicht schlecht“, sagt Gifhorns Superintendentin Sylvia Pfannschmidt. Sie habe den Eindruck, dass im vorigen Jahr nicht allein die evangelische Kirche das 500-jährige Jubiläum der Reformation gefeiert habe, sondern ein gutes Miteinander über die Konfessionen hinweg gepflegt worden und die Spaltung überwunden sei. Die Einführung des Reformationstages als gesetzlicher Feiertag über das Jubiläumsjahr 2017 hinaus wäre doch eine gute Fortsetzung dessen. „Es geht auch um Reformen heute in Kirche und Gesellschaft.“

Symbolisiert der Reformationstag historische Trennungen? Das ist aus Sicht von Pastoralreferent Martin Wrasmann von der katholischen Kirchengemeinde St. Altfrid weniger das Problem. Er hält den Reformationstag am 31. Oktober aus einem ganz anderen Grund für untauglich: Viele Leute würden möglicherweise denken, dass Halloween nun ein gesetzlicher Feiertag wäre.

Bayern hat zurzeit fünf Feiertage mehr

„Mein Vorschlag wäre der Buß- und Bettag. Der ist auch in den evangelischen Traditionen stark verwurzelt.“ Ein anderer wäre der 8. Mai als Symbol für das Ende des Zweiten Weltkrieges: „Es ist die Frage, ob man nicht die Geschichte noch einmal ins Gedenken rücken muss“, sagt Wrasmann. Jetzt, wo die Letzten sterben, die den Krieg noch erlebt hätten.

„Ich möchte nicht, dass wir in Streit geraten zwischen den Konfessionen“, sagt Wrasmann und verweist auf das gute Miteinander in Gifhorn. Dem schließt sich Pfannschmidt an. Beispiel Buß- und Bettag: „Da kann ich auch mitgehen“, sagt die Superintendentin, die sich noch an ihren letzten Buß- und Bettagsgottesdienst Mitte der 90-er Jahre erinnern kann und damals die Streichung dieses Feiertags zu Gunsten der Finanzierung der Pflege bedauert habe. Einig sind sich beide auch grundsätzlich: „Wir haben nicht so viele in Niedersachsen“, kommentiert Pfannschmidt die Anzahl von aktuell neun Feiertagen. Für Wrasmann ist das eine Frage der Gerechtigkeit. Bayern habe zurzeit fünf Feiertage mehr.

Von Dirk Reitmeister

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