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„Wir wollen die Innenstädte lahm legen“

Gifhorn „Wir wollen die Innenstädte lahm legen“

Mit einem Autokorso durch die Gifhorner Innenstadt protestierten am Samstag Vormittag Mitarbeiter von Pflegeheimen und -diensten aus dem gesamten Landkreis Gifhorn gegen die „desaströsen Rahmenbedingungen in der Pflege“, wie es Ralf Fricke, Fachbereichsleiter Altenhilfe beim DRK-Kreisverband, formulierte.

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Abschlusskundgebung: Die Mitarbeiter von Pflegedienstleistern aus dem gesamten Landkreis wollten mit ihrer Aktion auf schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam machen.

Mit rund 60 Autos und eskortiert von Polizeifahrzeugen startete der Konvoi am DRK-Sitz Am Wasserturm. Auch Angehörige der Diakonie Kästorf und ambulanter Pflegedienste waren beteiligt. Mit einem Hupkonzert ging‘s kreuz und quer durch die Stadt bis zum Gifhorner Schützenplatz, wo bei einer Abschlusskundgebung der Forderung nach einem „Umdenken in der Politik“ auf Landes- und Bundesebene Nachdruck verliehen und ein 15-Punkte-Plan mit Lösungsansätzen vorgestellt wurde.

„Nach den Flashmobs im Mai, Juni und August hieven wir unseren Protest nun auf die nächste Ebene und machen die Innenstädte dicht“, erklärte Fricke die Absicht hinter dem Autokorso. Und es wird weitere geben: Am 10. Oktober will man mit Pflegedienst-Mitarbeitern aus mehreren Landkreisen Braunschweig lahm legen. „Wir wollen nicht mehr belächelt werden - es geht so nicht weiter“, so Fricke kategorisch.

Die miserable Bezahlung für Berufstätige im Pflegebereich, ein schlechter Personalschlüssel und „Abrechnungen im Minutentakt“ in der ambulanten Pflege sei die eine, die rechnerische Seite der Medaille, so Fricke: „Die andere ist, dass das Ganze nicht mehr menschlich ist.“

Während des Autokorso sei es des öfteren zu „hässlichen Szenen“ gekommen, berichtet Fricke: „Viele Passanten, vor allem ältere Leute, haben sich fürchterlich aufgeregt über unsere Aktion - aber das ist ja genau das, was wir wollen.“

 jr

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