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Gifhorn Stadt Windpark: Fläche bei Hillerse in Diskussion
Gifhorn Gifhorn Stadt Windpark: Fläche bei Hillerse in Diskussion
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16:02 09.10.2012
Erste Informationsveranstaltung: Der Zweckverband Großraum Braunschweig hat für Hillerse Potenzialfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen. Quelle: Viola Könecke
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Hillerse.Tanke informierte über den Stand der Dinge. Dr. Stephan Neuendorf, Vorsitzender des Haushaltsausschusses, warf einen Blick auf die wirtschaftliche Situation und Gudrun Beer-Gunschera von der Bürgerinitiative Aller-Oker-Aue (BILA) trug ihre Bedenken vor. Jens Palandt, ZGB und Eckhard Montzka, Gemeindedirektor, standen für Fragen zur Verfügung.

Endgültige Entscheidungen stünden erst Ende kommenden Jahres an. Bis dahin sei „gelassen die Meinungsbildung zu entwickeln“, so Tanke. In der Diskussion steht eine Fläche westlich der Ortschaft bis an die Landkreisgrenze, die Platz für bis zu zehn Anlagen mit einer Nabenhöhe von 134 Metern bietet. Die 42 Grundbesitzer haben sich zu einer Interessengemeinschaft verbunden. Deren Sprecher Jochen Blickwede versicherte, es gäbe noch keine Verträge mit interessierten Firmen. „Wir akzeptieren jede Entscheidung der Mandatsträger“, so Blickwede, der daran erinnerte, dass eine Diskussion zum gleichen Thema bereits vor acht Jahren zu einem Riss durch das Dorf geführt hatte.

Blickwede rechnete Beteiligungs- und Renditemöglichkeiten eines Bürgerwindparks vor und stellte die Gründung einer Stiftung für die Übernahme sozialer Aufgaben im Ort in Aussicht. „Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Lebensqualität und Profit“, verdeutlichte Neuendorf und warnte vor Investoren von außerhalb. „Damit geben war auch Mitbestimmung ab.

vk

Hillerse. Es wird offenbar schwierig, einen Konsens zum Thema Windenergie in der Gemeinde Hillerse zu finden, das zeigte die Diskussion der Bürger.

Sie habe Angst, so eine Zuhörerin angesichts der Ausmaße – „18 mal so hoch wie ein Einfamilienhaus“.

Sorgen vor Beeinträchtigungen äußerten viele: genannt wurden unter anderem Schlagschatten, Belastung durch Infraschall, der im Verdacht stehe, Krebs zu erregen sowie folgenschwere Beeinträchtigungen der Landschaft rund um die Flussaue. Andererseits sei Windkraft geeignet, in Zukunft eine unabhängige, kostengünstige Stromversorgung zu sichern.

vk

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