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Windkraft: Abstimmung im Rat

Samtgemeinde Meinersen Windkraft: Abstimmung im Rat

Samtgemeinde Meinersen. Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) plant in der Samtgemeinde Meinersen drei Windpark-Vorranggebiete auszuweisen – bei Müden, Seershausen und Hillerse (AZ berichtete mehrfach). Die Gemeinden sind aufgefordert, Stellungnahmen zu den ZGB-Planungen abzugeben. Das Thema steht für die letzte Ratssitzung des Jahres in Müden und in Meinersen auf der Tagesordnung – die Spannung steigt.

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Windkraft: In Meinersen und Müden entscheiden die Gemeinderäte jetzt über ihre Stellungnahmen zu möglichen Flächenausweisungen.

Im Zuge einer Bürgerbefragung in Müden und Hillerse hatten die Einwohner gegen einen Windkraftstandort vor ihrer Tür votiert. Keine Bürgerbefragung gab es in Seershausen, obwohl auch dort eine Fläche für fünf Windräder – Nabenhöhe 200 Meter – in Richtung Warmse geplant ist. Trotzdem wird der Meinerser Rat eine Stellungnahme abgeben, er tagt am Dienstag, 17. Dezember, um 19 Uhr im Gasthaus Niebuhr.

„Wir üben keinen Fraktionszwang aus, das Ergebnis dieser Abstimmung ist offen“, so CDU-Fraktionschef Thomas Spanuth mit Blick auf den Standort. Es zeichne sich ab, dass die „Mehrheit der Fraktion das Entwicklungskonzept für Windenergie befürworten wird“. Berücksichtigt werden müsse ein Korridor von 200 Metern Abstand als Schutz für bestehende und künftige Bebauung, so Spanuth.

„Wir sehen das Entwicklungskonzept als Teil der Energiewende und Schutz des Klimawandels, so Hans-Joachim Hoffmann (Grüne). Bereits vor einem Jahr sei diesbezüglich ein Grundsatzbeschluss gefasst worden. Und nachdem dort Rotmilan-Vorkommen nachgewiesen wurden, sei das Gebiet verkleinert worden.

Es gab zwar keine Fraktionssitzung, „aber wir haben darüber gesprochen“, so Jürgen Kruck, Vize-Chef der SPD-Fraktion. Bezüglich eines Windkraft-Standortes bei Seershausen gibt es laut Kruck – ähnlich wie bei der CDU – Befürworter und Gegner“.

hik

Hillerse: Thema erneut öffentlich diskutieren

Müden/Hillerse. Der Müdener Bürgermeister Horst Schiesgeries hatte bereits nach der Bürgerbefragung und dem ablehnenden Votum der Müdener zum Thema Windkraft vor der Tür betont, was er jetzt auf AZ-Anfrage wiederholte: dass dieser „Bürgerwille zu respektieren ist“.

Er werde dem Gemeinderat die Ablehnung eines Windparks empfehlen – der Müdener Rat tagt am Dienstag, 17. Dezember, ab 19 Uhr im DGH Ettenbüttel.

Und wenn Schiesgeries persönlich auch anderer Meinung sei, so gelte es hier, die „demokratischen Spielregeln zu befolgen“. In dem Zusammenhang zollte er den betroffenen Müdener Grundstücks-Eigentümern seinen Respekt. Sie hatten auf Windkraft gesetzt, und obwohl die Bürger ihnen mit ihrem Votum eine Abfuhr erteilten, „haben sie sich fair verhalten“, so der Bürgermeister.

Während das Thema Windkraft in Müden und Meinersen während der letzten Ratssitzung des Jahres auf den Tisch kommt, wird darüber in Hillerse erneut diskutiert. Um das Thema noch einmal „öffentlich zu transportieren“, ist laut Bürgermeister Detlef Tanke für Anfang Januar eine Fachausschuss-Sitzung geplant, und der Hillerser Rat tagt dann Mitte Januar, um über die Stellungnahme der Gemeinde abzustimmen. Der Grund: „Es gibt eine Menge Expertisen und wir müssen das Thema noch einmal in Ruhe mit den Einwohnern diskutieren.“ Tankes Ziel sei es, auf diesem Weg „eine gute und tragfähige Mehrheit zu finden“.

hik

Seershausen: Von drei Seiten eingekesselt

Müden/Hillerse/Seershausen. Auch wenn sich die Einwohner aus Müden und Hillerse im Zuge der Bürgerbefragung gegen einen Windpark vor ihrer Tür ausgesprochen haben, ist dieses Ergebnis für Jens Palandt, Erster Verbandsrat im ZGB, nicht bindend, hatte er während der Infoveranstaltung in Meinersen betont (AZ berichtete).

„Sofern keine anderen Argumente kommen, muss ich mich darüber hinweg setzen“, so Palandt. Auch die Stellungnahme der Gemeinden sei nicht allein ausschlaggebend. Anregungen und Einwände der Bürger würden bei der Entscheidung ebenfalls berücksichtigt, so der Erste Verbandsrat.

So kritisierten beispielsweise Zweifler bei dem Standort Seershausen, dass dieser Ort nach dem Bau eines Windkraftparks von drei Seiten „eingekesselt“ sei: Emissionen gebe es demnach im Norden von der nahe gelegenen Biogasanlage. Im Osten reiche die Berieselung des Abwasserverbands Braunschweig auf den Äckern bis an den Waldfriedhof am Ortsrand. Entstünden dann im Westen des Dorfes noch 200 Meter Hohe Windräder - in Windrichtung auf den Ort - werde genau dort wohl niemand mehr bauen wollen - auch wenn ein 2000 Meter breiter Korridor eingehalten werden sollte.

Alle Bürger haben jetzt noch bis zum 22. Januar 2014 die Möglichkeit, Stellung zu nehmen - schriftlich beim ZGB (Infos dazu unter www.zgb.de) oder sich elektronisch per E-Mail unter rropwind@zgb.de zu äußern.

Per E-Mail abgegebene Stellungnahmen müssen die Postadresse mit Namen und Anschrift des Absenders beinhalten, um berücksichtigt zu werden.

hik

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