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Gifhorn Stadt Gewaltprävention an Gamsener Grundschule
Gifhorn Gifhorn Stadt Gewaltprävention an Gamsener Grundschule
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06:02 24.05.2018
Gewaltpräventionstage in Gamsen: Die Wilhelm-Busch-Schüler lernen alles rund um Raufen, Zivilcourage und Mobbing. Quelle: Sebastian Preuß
Gamsen

Sich wehren, ohne anderen wehzutun, und Mobbing-Opfern beistehen: Bei Gewaltprävention geht die Wilhelm-Busch-Grundschule in Gamsen neue Wege. Sie kooperiert nun mit der Gifhorner Anti-Gewalt-Akademie.

„Ihr braucht keine Kraft.“ Trainer Rudolf Mondry, der zu Demonstrationszwecken von AZ-Fotograf Sebastian Preuß fest am Handgelenk gehalten wird, macht einen Schritt nach vorn, winkelt den Arm nach oben an und hebelt sich so im Nu aus dem Griff. „Ihr braucht dem Anderen nicht vors Schienbein zu treten.“ Befreiungstechniken, die aus dem Rettungsdienst bekannt sind: „Die sind sehr hilfreich.“

Kindgerecht erteilte Lektionen: Rudolf Mondry und seine Kollegen von der Gifhorner Anti-Gewalt-Akademie Quelle: Sebastian Preuß

In der Turnhalle versuchen Schüler, sich gegenseitig auf die Füße zu treten und hin und her zu ziehen. Rangeln unter Aufsicht von Bernhard Schuhose – nach Regeln des Kampfsports. Sobald er pfeift, stehen alle in einer Reihe.

„Das Zivilcourage-Training basiert auf einem Theaterstück“, sagt Trainerin Iris Buch, die den Kindern Strategien näher bringt, wie sie selbst eingreifen und helfen können. „Ich nehme die Kinder dabei mit in eine Geschichte.“ Ihr Kollege Klaus Gieseke sensibilisiert zum Thema Mobbing.

„Ausgrenzen ist immer ein Thema“, sagt Rektorin Anja Gräter-Strecker. Und: „Wir haben es schon auch mit Kindern zu tun, die ihre Gefühle nicht unter Kontrolle haben.“ Darum gebe es einen Boxsack zum Austoben und Gewaltpräventionstage – eben auch in einer Grundschule. „Kinder müssen früh angehalten werden, wie man sich verhält.“

Am Mittwoch durchliefen die ersten und zweiten Klassen die vier Trainingseinheiten, am Donnerstag sind die dritten und vierten an der Reihe. 185 Schülerinnen und Schüler waren dabei – möglich war das durch das Sponsoring des Fördervereins, so Gräter-Strecker. „Das hätten wir sonst nicht machen können.“

Von Dirk Reitmeister

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