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Gifhorn Stadt Wie flott werden die neuen Schranken sein?
Gifhorn Gifhorn Stadt Wie flott werden die neuen Schranken sein?
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23:00 07.10.2018
Rund zwei Minuten sind die Schranken unten: Feuerwehr und Rettungsdienst hoffen, dass die Schließzeiten des Bahnübergangs Calberlaher Damm mit der neuen Technik kürzer sein werden. Quelle: Lea Rebuschat Archiv
Gifhorn

Die AZ schaute auf die Uhr: Am Montag gegen 15.40 und am Dienstag gegen 11.40 Uhr waren die Schranken für die Durchfahrt des Erixx von Braunschweig nach Uelzen rund zwei Minuten unten. „Das ist definitiv eine lange Zeit“, sagt Martin Hauck, Leiter des DRK-Rettungsdienstes. In dieser Spanne schafften es seine Leute mit dem Rettungswagen von der Wache am Campus fast bis zum Friedrich-Ackmann-Haus. Laut Stadtbrandmeister Matthias Küllmer würden seine Fahrzeuge in dieser Zeit mehr als anderthalb Kilometer durch den Stadtverkehr zurück legen. „Jede Minute, die wir verlieren, ist wichtige Zeit.“

Für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ist der Bahnübergang gleich zweimal ein Problem. Entweder stehen sie auf dem Hinweg mit dem Privatauto zum Feuerwehrhaus an der Fallerslebener Straße im Stau, oder wenn sie mit den Einsatzwagen ausrücken. Sollte wie geplant in einem Jahr der Stundentakt des Erixx eingeführt werden, würde sich das Risiko vor geschlossenen Schranken zu stehen, verdoppeln. Hinzu komme, dass sich Staus auf der Fallerslebener Straße, die im Berufsverkehr auch mal fast bis zum Schillerplatz reichten, nicht schlagartig mit dem Öffnen der Schranken auflösten.

„Da fährt ja kein ICE durch“

Deshalb wünschen sich sowohl Hauck als auch Küllmer, dass im kommenden Jahr mit der neuen Signaltechnik auch kürzere Schließzeiten Einzug halten. Nach Einschätzung von Lutz Dietrich, dem Verkehrsexperten der Kreisverkehrswacht, ließe das moderne Steuerungstechnik auch zu, obwohl ein mitten über eine stark befahrene Kreuzung verlaufender Bahnübergang durchaus seine Sicherheitsreserven beanspruche. „Es ist richtig, dass dort ein gewisser Vorlauf sein muss.“ Doch zwei Minuten seien etwas üppig. „Da fährt ja kein ICE durch.“

Die Deutsche Bahn AG legt sich noch nicht fest, was künftige Schrankenschließzeiten angeht. Sie könne erst im kommenden Jahr zuverlässige Aussagen treffen, so eine Unternehmenssprecherin. „Dann wird die Signalbaufirma mit der detaillierten technischen Planung beginnen.“

Keine Erneuerung an Braunschweiger Straße in Sicht

Hauck hält auch die Schließzeiten am Bahnübergang Braunschweiger Straße für zu lang. Daran wird sich wohl nichts ändern. Die Bahn-Sprecherin: „Es ist momentan nicht geplant, den Bahnübergang Braunschweiger Straße zu erneuern.“

Von Dirk Reitmeister

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