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„Wenn die ersten Windräder stehn, ist es zu spät“

Tülau / Zicherie „Wenn die ersten Windräder stehn, ist es zu spät“

Tülau/Zicherie. Aus der Debatte um den Windpark zwischen Tülau und Zicherie entwickelt sich allmählich ein Streit: Während die Bürgerinitiative (BI) Gegen-Wind-Park aus Zicherie Tülaus Rat vorwirft, die Bürger nicht mitzunehmen, sagt Werner Vodde, stellvertretender Bürgermeister von Tülau: „Worüber sollen wir informieren, wenn wir selber nichts Genaues wissen?“

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Schwebt wie ein Damoklesschwert über Zicherie und Tülau: Die Bürgerinitiative Gegen-Wind-Park befürchtet eine Ausweitung der Vorrangfläche und damit den Bau weiterer Windräder.

Quelle: Rolf-Peter Zur

Klaus Fehse, Mitglied der BI, hat in einem Brief an Bürgermeister Herbert Lange und Vodde geschrieben: „Objektive, neutrale bürgernahe Politik sieht anders aus.“ Es würde die Sprache der Investoren verwendet, mahnende Worte würden ignoriert, „dieser geplante gravierende Einschnitt in den Lebensraum findet ohne den Bürger statt“. Bernd Grunau, Sprecher der BI, fasst Zahlen zusammen: Es geht um 231 Hektar, auf denen rein rechnerisch 23 Windräder mit einer Gesamthöhe von 200 Metern errichtet werden dürften. „Wenn die ersten Windräder hier stehen, kommt die Bürgerinformation zu spät.“

Das sieht Vodde anders. „Der einzige Vorwurf, den man uns vielleicht machen kann, ist der, dass wir nicht vor der grundsätzlichen Stellungnahme der Gemeinde zum Thema Windkraft im Januar 2012 eine Infoveranstaltung gemacht haben, um die Position der Bürger zu erfahren.“ Er bezieht sich - übrigens ebenso wie die BI - auf Aussagen von Jens Palandt, dem Regionalplaner beim Zweckverband Großraum Braunschweig. Während die BI dessen Aussagen so interpretiert, als sei im Grunde die Ausweisung des Windparks schon klar, zitiert Vodde ihn mit dem Hinweis: „Nächste Woche kann alles schon wieder anders aussehen“.

Vodde betont: „Am 8. August gibt es die offizielle Bekanntgabe des ZGB, wo Vorrangflächen für Windenergie ausgewiesen werden.“ Und danach soll es in Tülau eine Podiumsdiskussion geben - mit Vertretern der BI und der Eigentümergemeinschaft, mit einem Fachmann für Windkraft, mit Palandt. „Die Pläne müssen öffentlich ausgelegt werden, und in dieser Zeit kann jeder Bürger Bedenken und Anregungen vortragen“, sagt Vodde.

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