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Weniger Übernachtungen im Kreis Gifhorn

Hotel-Branche Weniger Übernachtungen im Kreis Gifhorn

Niedersachsens Tourismusbranche boomt, doch der Kreis Gifhorn kann davon offenbar nicht profitieren. Die Südheide Gifhorn GmbH erwartet in diesem Jahr ein Minus bei den Übernachtungszahlen. Und nebenan in Wolfsburg entstehen zurzeit „riesige Hotels“.

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Übernachtungen im Kreis Gifhorn: Die Südheide Gifhorn rechnet am Jahresende mit einem Minus.

Quelle: Archiv

Gifhorn. Geschäftsführer Jörn Pache liegen die Zahlen bis September vor. Demnach gab es in der Stadt Gifhorn bis dahin rund 72.000 Übernachtungen, rund 31.000 Gäste waren da. Das seien rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. „Ein Minus erwarten wir auch am Jahresende.“ Für den ganzen Landkreis sehe es ähnlich aus. Urlaub oder Geschäftsreise? Das könne die hiesige Statistik nicht auseinander halten, sagt Pache. Sein Eindruck sei, dass der Landkreis nicht als Erholungsziel nachgelassen habe. Das leite er aus dem Alltag in der Touristinfo ab. Was die Statistik nicht erfasse, seien Übernachtungen in Ferienwohnungen und Unterkünften mit weniger als zehn Betten.

Dass der Einbruch wohl bei den Geschäftskunden liegt, tröstet die Branche nicht. Dieses Klientel ist nach Ansicht von Armin Schega-Emmerich vom Hotel- und Gaststätten-Verband Dehoga ein entscheidender Faktor im Kreis. „Wir sind keine touristische Destination.“ Dafür müsste mehr getan werden, sagt der Hotelier. „Die Angebote müssten verbessert und zeitgemäßer gestaltet werden.“

Im eigenen Haus habe er die Übernachtungszahlen gehalten, so Schega-Emmerich. Dennoch habe man die Auswirkungen der VW-Krise zu spüren bekommen. Auf der anderen Seite entstehen in Wolfsburg neue Hotels. Das eine oder andere Haus möge vielleicht neue Kunden locken, sagt Schega-Emmerich. Aber es könnten auch VW-Kunden, die bislang im Kreis Gifhorn übernachteten, künftig dort einchecken, rechnet Pache damit, an Wolfsburg Übernachtungsgäste zu verlieren. Schega-Emmerich kann sich vorstellen, „dass in Wolfsburg etwas entsteht, was wir hier nicht kennen: ein Preiskampf“.

Von Dirk Reitmeister

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