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Gifhorn Stadt Welche Schadstoffe brachte Rakete mit?
Gifhorn Gifhorn Stadt Welche Schadstoffe brachte Rakete mit?
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00:26 08.08.2014
Welche Schadstoffe hat die Rakete im Wohnhaus verteilt? Nach dem Absturz bleiben den Betroffenen in Leiferde noch viele Fragen offen. Quelle: Photowerk (cc)
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In seinem Kinderzimmer, in das die Rakete eingeschlagen war, hat der zweieinhalbjährige Junge seitdem nicht mehr geschlafen. Aus Sicherheitsgründen, sagt die Mutter (38). „Beim Putzen sieht man, dass das kein normaler Hausstaub ist.“ Welche Schadstoffe hat die Rakete beim Einschlag als Feinstaub verteilt? Dem würden sie und ihre Eltern gern genauer auf den Grund gehen. „Wir wissen gar nicht, in was wir da jetzt wohnen.“

Die Versicherung biete eine Pauschalanalyse an, sagt ihr Vater. „Das ist wie, wenn man einen Finger in die Luft hält“, gibt er sich damit nicht zufrieden. Für eine genaue Analyse müsse ein Chemiker wissen, nach was er zu suchen habe. Doch die TU gebe keine Inhaltsstoffe der Rakete bekannt, so dass die konkrete Analyse unmöglich sei. „Die halten sich bedeckt. Wir finden, das ist eine Unverfrorenheit.“

Auch die Schadensregulierung der Versicherung ist den Betroffenen ein Ärgernis. Teilweise solle nur Zeitwert bezahlt werden, die Betroffenen sprechen von einem vierstelligen Betrag, den sie selber aufbringen sollen. „Dabei haben wir schon bei Optik und Qualität Abstriche gemacht.“ Beispiel: Statt der von Trümmerteilen durchlöcherten hochwertigen Holztüren gebe es jetzt schlichte weiße.

„Dieser Stress ist ein Problem geworden“, sagt die allein erziehende Mutter. „Wir kommen nicht zur Ruhe, bei mir führt das zu Schlaflosigkeit.“

TU forscht selbst nach Inhaltsstoffen

Welche Schadstoffe waren im Antriebsteil der Forschungsrakete, die im Leiferder Wohnhaus einschlug? Offenbar weiß das die TU Braunschweig selbst nicht. Sie stellt dazu Nachforschungen an.

„Es ist eine in den USA fertig gekaufte, handelsübliche Kapsel“, erläutert TU-Sprecherin Elisabeth Hoffmann die Antriebstechnik der Rakete, die den Studenten der ERIG-Gruppe außer Kontrolle geraten war. „Wir können nicht sagen, was drin war, das ist Betriebsgeheimnis der Amerikaner.“ Es habe aber keine Hinweise auf Gifte gegeben – laut Hoffmann ein gutes Zeichen, denn auch da seien die Amerikaner angesichts ihrer eigenen strengen Haftungsrechte „sehr pingelig“.

Die ERIG versuche gerade zu berechnen, wie viel Brennstoff noch in der Rakete zum Zeitpunkt des Einschlags war, sagt Hoffmann. Und: „Wir versuchen selber, über Chemiker heraus zu finden, was drin gewesen sein könnte.“ Gleichwohl bemühe sich die TU um Auskünfte vom Hersteller.

Auch in Sachen Versicherung kann sie den Ärger der Leiferder verstehen. „Niemand wünscht sich so etwas, da muss man nicht drumherum reden.“ Gleichwohl gebe es versicherungsrechtliche Vorgaben.

Können die Verursacher für die Differenz aufkommen? Von den Studenten sei kaum etwas zu erwarten, sagt Hoffmann. Und die TU? Privatwirtschaftliche Unternehmen könnten auf kurzem Dienstweg Entschädigungen zahlen, das sei bei öffentlichen Einrichtungen nicht so ohne weiteres möglich. „Wir müssen rechtlich prüfen, was wir machen können. Wir möchten gern helfen.“

rtm

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