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Weitere Raketenstarts in Hillerse fraglich

Gifhorn Weitere Raketenstarts in Hillerse fraglich

Nachdem eine außer Kontrolle geratene Forschungsrakete der TU Braunschweig in ein Leiferder Wohnhaus eingeschlagen ist, scheinen weitere Raketenstarts vom Modellflugplatz Hillerse fraglich.

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Reparaturarbeiten in dem durch die TU-Rakete demolierten Haus in Leiferde: Die Universität hat sich inzwischen bei der betroffenen Familien entschuldigt. Die Unglücksursache ist weiter unklar.

Quelle: Julian Stratenschulte

Politik und Verwaltung wollen handeln. Die Polizei prüft einen Verstoß gegen das Luftverkehrsrecht.

„Angesichts des aktuellen Vorfalls muss hinterfragt werden, ob es dort weitere Starts geben darf“, sagt Hillerses Bürgermeister Detlef Tanke. „Einige Male hat es an dieser Stelle funktioniert, doch dieser Vorfall zeigt, dass Gefahr für Menschen besteht“, sieht er Handlungsbedarf. Weitere Raketenstarts vom Modellflugplatz seien nach dem Unfall nur schwer vorstellbar. Auch Leiferdes Bürgermeisterin Stephanie Fahlbusch-Graber schlägt einen Raketen-Startort in einem dünner besiedelten Gebiet vor.

„Es besteht konkrete Gefahr - die muss abgestellt werden“, erklärt Meinersens Samtgemeindebürgermeister Heinrich Wrede, der mit dem Luftfahrt-Bundesamt über ein Raketen-Startverbot in Hillerse sprechen will.

„So etwas darf nicht noch einmal passieren“, steht auch für TU-Sprecherin Elisabeth Hoffmann fest. Die TU habe sich inzwischen bei der betroffenen Familie entschuldigt.

Für weitere Raketenstarts müsse man über einen anderen Standort nachdenken. Materialfehler, Fehler bei Statik und Berechnung: Erst in vier Wochen werde die TU die Ursache klären können. Die Rakete sei noch als Asservat bei Gifhorns Polizei.

„Wir ermitteln wegen Sachbeschädigung und wegen der Möglichkeit des gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr“, sagt Gifhorns Polizeisprecher Lothar Michels.

ust

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