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Gifhorn Stadt Weiter Zoff um Taxi-Fahrtzeiten: Unternehmer kritisiert Politiker
Gifhorn Gifhorn Stadt Weiter Zoff um Taxi-Fahrtzeiten: Unternehmer kritisiert Politiker
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23:00 04.10.2012
„Keine Sündenböcke“: Taxi-Unternehmer Fabian Hoffmann kritisiert die Kreis-Politik. Quelle: Photowerk (Archiv)
Gifhorn

„Wir würden gerne wie bisher fahren, aber wir halten uns an das neue EU-Gesetz“, wünscht sich Hoffmann Rederecht im nächsten Verkehrsausschuss, um die Situation darzustellen.

Per EU-Gesetz vorgeschriebene kürzere Fahrer-Einsatzzeiten würden allein für seine Firma in der Silvesternacht zusätzliche 22 Mitarbeiter erfordern und 3000 Euro Mehrkosten verursachen, so Hoffmann. Mehr Personal bedeute zudem höhere Kosten: Für eine Drei-Kilometer-Stadtfahrt sei vermutlich keiner bereit, 15 Euro zu zahlen, vermutet der Unternehmer.

„Vielleicht erklären sich die Politiker von CDU, SPD und FDP, die am lautesten protestiert haben, bereit, mit einer Ausnahmegenehmigung Silvesternacht selbst Taxi zu fahren“, schlägt Hoffmann vor. Die Einnahmen und den Lohn könne man danach spenden.

Vorschläge der Kreisverwaltung, den Betrieb Silvester tagsüber einzustellen, um nachts zu fahren, hält Hoffmann für nicht umsetzbar. Er verweist unter anderem auf „lebensnotwendige Dialyse-Transporte“. „Wir lassen uns nicht als Sündenböcke abstempeln“, ärgert sich Hoffmann darüber, dass „Theoretiker“ in der Kreispolitik sich bisher nicht mit dem schwierigen Thema befasst haben.

ust