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Wegen A39: Enteignungsverfahren fürs Sportzentrum?

Tappenbeck Wegen A39: Enteignungsverfahren fürs Sportzentrum?

Tappenbeck. Ein Thema, das eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung stand, beherrschte am Mittwochabend die Sitzung des Tappenbecker Gemeinderats: der Weiterbau der A 39. Es ging um den Beginn des Planfeststellungsverfahrens, den Beitritt der Gemeinde zum Schutz- und Klagefonds und um den Ersatz fürs Sportzentrum.

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Sportzentrum Tappenbeck: Bürgermeister Ronald Mittelstädt will es auf ein Enteignungsverfahren ankommen lassen, falls die Entschädigung nicht höher ausfällt als bislang angedacht.

Quelle: Christian Albroscheit

Nichts Neues aus Wolfenbüttel: Das war die wesentliche Botschaft von Bürgermeister Ronald Mittelstädt. Bei seinem letzten Besuch bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr habe er explizit nach dem Wertgutachten für das Sportzentrum gefragt - und von Behördenleiter Bernd Mühlnickel keine neue Auskunft bekommen. „Wir bekommen also weiter maximal 800.000 Euro“, schätzte Mittelstädt. Die reichen aber nicht aus, um das Sportzentrum im Falle des A39-Baus neu aufzubauen. Zwei bis 2,5 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. „Wenn die Zahlen nicht nach oben gehen, müssen wir es wohl auf ein Enteignungsverfahren ankommen lassen“, so der Bürgermeister.

Zunächst steht jedoch das Planfeststellungsverfahren an - es dürfte zum Kraftakt für die Gemeinde werden, der ganze Rat ist gefordert, sich einzubringen. „Alleine kann ich die 25 Aktenordner nicht durcharbeiten“, erklärte Mittelstädt. Einwendungen müssten aus dem Rat kommen und ein Anwalt soll dann nochmal drüber schauen - Gespräche mit einer Kanzlei wurden bereits geführt. Dem Schutz- und Klagefonds gegen die A39 ist die Gemeinde noch nicht beigetreten. Er dient zur Wahrung der Rechte und bietet anwaltliche Hilfe. Das sei aber innerhalb weniger Tage möglich, so Mittelstädt. Er will zudem darauf drängen, dass die Landesbehörde eine zugesagte Info-Veranstaltung zum Verfahren auch wirklich anbietet.

alb

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