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Gifhorn Stadt Darum wurde Tempo-60 auf der B4 ausgeweitet
Gifhorn Gifhorn Stadt Darum wurde Tempo-60 auf der B4 ausgeweitet
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00:20 07.12.2018
Wasser auf der B 4 bei Gifhorn: Das Tempolimit von 60 Stundenkilometern wurde ausgeweitet – es soll die Sicherheit für Autofahrer erhöhen. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Seit der Fahrbahnsanierung im Jahr 2016 gilt auf dem vierspurigen Abschnitt Tempo 60 bei Nässe. Seit wenigen Wochen wurde diese Beschränkung sogar erweitert. Bis dahin war der Abschnitt zwischen Abzweig Isenbüttel und Abfahrt Heidland in Fahrtrichtung Norden noch nicht betroffen, nun gilt auch dort „Fuß vom Gas“, wenn’s nass ist. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erläuterte Henning Schwägermann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf AZ-Nachfrage.

Kiefernnadeln sind das Problem

„Die Kiefernnadeln kleben unheimlich und verstopfen uns damit die Abflusslöcher“, erläutert Schwägermann das Problem mit dem Wasserstau an den neuen Beton-Schutzwänden in der Mitte der vierspurigen Fahrbahn. Dadurch gebe es vor allem auf den linken Fahrspuren Aquaplaning. Im nassen Jahr 2017 schossen immer wieder regelrechte Fontänen auf, wenn die Autos durch die großen Pfützen fuhren.

Darum gibt es jetzt Betonschutzwände

Warum wurden überhaupt die Betonschutzwände mit den kleinen Abflusslöchern an Stelle der früheren Stahlleitplanken gesetzt? Schwägermann erklärt das mit dem höheren Sicherheitsniveau. Die Betonwände verhinderten eher, dass von der Fahrbahn abkommende Fahrzeuge sie durchbrechen und in den Gegenverkehr geraten könnten.

So geht es weiter

Wie kann der Abfluss des Wassers optimiert werden, damit es nicht mehr wie ein See auf der Fahrbahn steht? „Wir sind dran“, versichert Schwägermann. Konkreter wird er nicht. „Im Moment ist es schwierig, kurzfristig etwas zu tun. Und es gibt nicht viele Möglichkeiten.“ Zumindest, wenn es um einen möglichst geringen Planungsaufwand geht.

Kommentar von Dirk Reitmeister:

Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Sie hat es ja gut gemeint, nur geklappt hat es nicht so, wie es sollte. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat bei der Fahrbahnsanierung der Gifhorner B-4-Westumgehung die Stahlleitplanken gegen Betonschutzwände ausgetauscht. Ausbrechende Fahrzeuge sollen nicht mehr die Mittelschutzstreifen durchbrechen und im Gegenverkehr landen können. Diese Gefahr ist gebannt, eine andere dafür geschaffen. Seitdem fließt das Wasser nicht mehr von der Fahrbahn ab, es drohen Schleudergänge durch Aquaplaning auf nagelneuer Fahrbahn.

Dafür gelte ja Tempo 60, heißt es in der Behörde. Stimmt. Aber wer hält sich daran? Wer dies mehr oder weniger genau befolgt, wird mit den Fontänen aus der Schlange der Überholenden überschwemmt. Seit Anbeginn dieser Probleme verspricht die Landesbehörde Abhilfe. Passiert ist nach zwei Jahren noch nichts. Gut meinen ist das Eine, gut machen etwas Anderes.

Von Dirk Reitmeister

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